Österreich und das Coronavirus

Ich war so frei am vergangenen Freitag einen Einkaufsausflug ins benachbarte Vorarlberg zu unternehmen. Mein Fazit: Das nächste „Ischgl“ steht vor der Tür!

Besucht haben wir den „Messe-Park“ in Dornbirn, einen „Hofer“ und eine Tankstelle. Der Messe-Park, insbesondere der dortige „Hypermarkt Interspar“ waren nach allen Maßstäben überlaufen. Es herrschte ein großes Gedränge in allen Gängen und an der Kassa.

Was wir dort nicht gesehen haben, waren Menschen mit Maske. Niemand ausser uns, wirklich gar niemand hatte einen Mund-Nasen-Schutz, es gab nirgendwo Handdesinfektion oder vergleichbares. Ich wollte mal die Masken und Desinfektionsmittelpreise checken, Maskenangebote gab es gar nicht, Desinfektionsmittel stand unberührt im Haushaltsmittelregal. Eine Sonderverkaufsfläche gab es nicht.

Meine Mitfahrerin sagte hinterher „Die haben uns angeschaut wie Aliens. Noch nie bin ich als Ausländer so aufgefallen“
Rund die Hälfte der Nummernschilder auf dem Parkplatz kamen dort aus dem Ausland, vornehmlich Schweizer und Liechtensteiner.

Abstand oder auch nur Abstandmarkierungen oder wenigstens ein Schild? Nichts. Komplett gar nichts. Weder am Eingang, noch im Markt fand ich irgendeinen Hinweis auf Corona. Das existiert dort nicht mehr. Wären mir nicht einige kleinere Sortimentslücken aufgefallen, dann wirkt der Park so als ob es nie Corona gegeben hätte, dazu ein Gedränge als ob es etwas umsonst gäbe!

Nein, auch an der Tankstelle ausser Gedränge nichts zur Vorsorge oder Desinfektion. Nichts.

Einzige leichte Ausnahme war der völlig überfüllte Hofer, dort war die Kasse wenigstens mit Plexiglasschutz und einen Schild „Laut Gesetz brauchen unsere Angestellten keine Maske“ versehen.

Ich finde das Vorgehen unserer Nachbarn gepflegt unverantwortlich – mal wieder. Lesen Sie doch mal wie viele Infektionen und Todesfälle allein durch die völlig irre Vorgehensweise in Ischgl ausgelöst wurden. Davon lesen Sie natürlich nicht in unseren Medien, aber Google dürfen Sie noch benutzen.

Ganz Deutschland wäre um einiger besser davon gekommen, hätten unsere Nachbarn den schnellen Euro nicht mehr geschätzt als die Gesundheit ihrer Urlaubsgäste.

Alleine weil niemand eine zweite Welle möchte, sollte unser Ministerpräsident das Gespräch mit Bundeskanzler Kurz suchen. So, wie es gerade in Österreich läuft, spielt jeder Urlaubsgast mit seinem Leben (von mir aus….) und dem seines Umfeldes (JETZT hat der Spaß ein Ende!). Wir sehen gerade bei Tönnies wie schnell und heftig es gehen kann.

Hallo liebe Österreicher: Bitte behaltet Eure Erreger bei Euch, ich halte meine Euros in meinem Land. Wir sehen uns so schnell nicht wieder!

Was denkst du?