Inzest!

Das ist ein sehr schweres Thema. Warum? Man kann nichts richtig aber viel falsch machen.

Schauen wir mal auf die zentralen Argumente der Debatte:

„Was zwei Menschen in gegenseitigem Einvernehmen hinter verschlossenen Türen machen geht den Staat nichts an.“
Da stimme ich zu. Aber wo kein Kläger, da sowieso kein Richter. Die Gefahr besteht, dass die Beziehung öffentlich wird. Dann kommt der Staatsanwalt.

„Inzestöse Beziehungen finden meist innerhalb Abhängigkeiten statt“
Auch diesem Argument kann ich mich nicht verschließen. Inzest heißt Familie. Innerhalb der Familie ist man nicht so unabhängig wie außerhalb, das gilt vor allem in manch anderen Kulturkreisen.

„Gott will das nicht, das ist widernatürlich“
Auf den ersten Teil gehe ich erst nach Nachweis ein, auf den zweiten Teil des Satzes aber gleich.  Die Natur hat es gerne, wenn fremde Gene ausgetauscht werden. Darin besteht ein evolutionärer Vorteil. Inzestkinder sind oft geschädigt, meist schwer.

„Die Gesellschaft muß für die Folgen aufkommen“
Das stimmt. Die finanziellen Folgen von Inzest sind in der Tat erheblich. Ausfälle (Steuern/Sozialversicherungen) durch mangelnde Arbeitsfähigkeit sind ebenso erheblich wie Behandlungskosten für psychische und physische Schäden. Wenn Nummer 1 eintritt, dann zahlt Nummer 2 schon die Allgemeinheit. Ich zahle nicht gerne für anderer Leute Sexleben.

„Wer für das Inzestverbot ist will auch Sex unter Behinderten verbieten“
Bitte nicht Äpfel mit Birnen verschwechseln bloß weil beides Obst ist.

„Inzest sorgt für Leid“
Dieses Argument wiegt für mich schwer. Neben eventuellen psychischen Schäden ist die Gefahr für ein Inzestkind aus dieser Beziehung hoch. Die Chance einer Schädigung des Kindes ist stark erhöht. Dieses Kind wird dann ein Leben lang die Eltern psychisch, physisch und finanziell belasten. Mal aus der Perspektive des Kindes gesehen: Wer will schon auf die Welt kommen und bereits beim ersten Schrei lebenslang zu den Benachteiligten der Gesellschaft gehören? Wer will ein Leben lang von der Fürsorge anderer abhängig sein? Wie viel Schmerzen und Operationen muß der Sproß ertragen? Sein Leben lang? Wer will das auf sein Gewissen nehmen? Sie?

Wenn Sie das auf ihr Gewissen nehmen können – dann haben Sie vermutlich keines!

Ich sage Ihnen eins:
Ich war Zivi! So richtig. 15 Monate. Ich habe einige Altenheime von innen gesehen und sehr viel mit behinderten Kindern gearbeitet. Ich habe Familien gesehen und sehr viele Inzestopfer.
Wie Inzestopfer? Sowas gibt’s hier doch kaum? Woher wollen Sie das wissen? Schau genau! In einigen Kulturkreisen ist es verbreitet innerhalb des Clans zu heiraten. Oft den Cousin oder Cousine. Das ist dort ratsam, um den Zusammenhalt des Verbandes zu stärken und gegen äußere Feinde abzusichern.  Die Reproduktionsrate ist hoch, die Behinderten verschwinden gerne mal von der Bildfläche, die Übrigbleibenden reichen aus um den Verband zu sichern. Das funktioniert möglicherweise in den dortigen Kulturkreisen – aber hier zu Lande hat es nicht mal beim Adel auf Dauer funktioniert. Wer mal wirklich wissen will über was ich gerade schreibe – Die Einrichtungen in Böfingen und anderswo freuen sich immer über Freiwillige.  Schauen Sie es sich an! Wenn Sie über den Umgang mit Behinderten und die Heiratspoltik im Allgäu bis zum Krieg mehr wissen wollen – Meine Oma erzählt gerne und freut sich über jeden Besuch.

Machen Sie mit! Engagieren Sie sich! Fragen Sie nach! Bilden Sie sich erst danach eine Meinung. Dann ist sie fundierter.

Jedes Kind hat ein Recht von seinen Eltern die optimalen Startbedingungen für das Leben mit zu bekommen. Das Wohl eines Kindes steht immer IMMER IMMER!!!!! höher als die Geilheit von Erwachsenen!

Es ist mir nach wie vor egal was in Deutschlands Schlafzimmern hinter verschlossener Türe in gegenseitigem Einvernehmen zwischen Partnern passiert. Sobald Dritte betroffen sind –auch Föten!- ist es mir nicht mehr egal.  Aus diesem Grund: Ich find es so gut wie es jetzt ist. Ich weiß, damit habe ich innerhalb der Piraten eine Minderheitenposition. Damit können Partei und ich wohl leben.

Der Spazz und die 66

Der Spazz, unser regionales Monatsblatt brachte vergangenen Monat eine Sonderbeilage. „Die 100 wichtigsten Ulmer“.

Der Donnerhall an den regionalen Klüngeltreffen bleib nicht aus. Ein schwerer Anfall von Ehrenkäsigkeit ergriff weite Teile von Prominenz und Audabeis der Stadt. Einige wollte unbedingt vor einem Privatfeind liegen, andere waren mit der Position nicht zufrieden, der eine oder andere soll sogar interveniert haben (wurde mir getratscht).

Tja, so ein Platz in der unteren Hälfte der Tabelle kann einem den Tag verderben, wenn man sich für Mamis Größten hält.

Spazz Nr. 1, Jens Gehlert konnte einen Monat lang Modell für den Schmunzelhasen stehen.

Jetzt kam der zweite Teil. Die 66 wichtigsten Neu-Ulmer.

Hier muß ich sofort Motzen anfangen! Haben wir etwa keine 100? Muß man Neu-Ulm wieder demonstrieren nur zweite Liga zu sein?

Das macht mich ehrenkäsig! Also Hundert hätte man locker zusammengebracht!

Aber ich hatte was zu lachen.

Warum?

Nicht wegen der aufgeführten Personen…..

Wegen denen die fehlten.

Ich habe da ein paar Leute vermisst, die sich ganz arg wichtig fühlen.

Mein Kommentar: Gnhihihihi.

Overkill!

Ich weiß gar nicht, welchem Thema ich mich zuerst widmen soll.

Soll ich geißeln, daß die FDP für 5% in NRW 11.000 Schleckermitabeiter geopfert hat?

Ich könnte auch darüber schreiben, daß die Reform der Pflegeversicherung seit 2006 nicht zum Durchbruch gekommen ist und Minister Bahr (Der sieht aus wie der ehemalige Schulhofschläger an meiner Grundschule) keinen Schritt weiterkommt und selbst im Dämmerheim liegt bis endlich Fortschritte erzielt werden und von DER SPD-„Expertin“ angegangen wird, die nicht mal im eigenen AWO-Ortsverbad für Ordnung sorgen konnte.

Eines meiner Spezialthemen ist die Preisbildung an Tankstellen. Die Konzepte das Oligopol aufzubrechen wären ja da, aber keiner der Etablierten möchte sich gerne mit so viel Geld auf einmal anlegen…..

Auch die Blue Card wäre so ein Thema, damit wird der Zuzug nicht mehr gaaaanz so hochqualifizierter Nicht-EU-Ausländer geregelt. Somit wird bald Schluß sein mit der hemmunglosen Abzocke beim Ingenieursgehältern. Millionen sacken die ein…ach nee….das waren ja die Bänker. Nee, da machen sie nichts. Man legt sich nicht mit seinem Gläubigern an.

Lokale Themen gäbe es auch gerade. Das Konzept für ein Vergnügungsviertel in Neu-Ulm zum Beispiel.

Auch die tolle Leistung einer Diätapp der Hochschule Neu-Ulm wäre einen eigenen Artikel wert.

Hmm….ich gehe mal in mich.

In der Zwischenzeit für ich mich über einen Klick auf den „Follow“-Button bei Twitter sehr freuen.

Alkoholfrei, Nikotinfrei – Wahrheitsfrei!

Wir alle wissen Alkohol und Nikotin machen süchtig, sind giftig und können einen umbringen.

Die beste Variante ist – nicht konsumieren.

Ausgerechnet das Dritte Reich brachte die ersten Einschränkungen der Neuzeit und eine neue Tabakverordnung. Wie meist, ist alles Definitionssache. Wenn man etwas nikotinhaltiges kosten- und aufwandslos nikotinfrei haben möchte, muß man einfach „Nikotinfrei“ anders definieren.

Für Führers Fachleute war alles unter 0,3mg pro Konsumeinheit „nikotinfrei“ und unter 0,8mg „nikotinarm“.

Diese Regelung galt bis in die 80er. Marlboro red, eine Marke die sich heute nur knapp an der gesetzlich erlaubten Höchstgrenze entlang hangelt war laut Definition -„Im Rauch nikotinarm“. Schnell kamen „nikotinfreie“ Zigaretten auf den Markt. Auslese de Luxe, SL, Reemtsma No.1 (heute R1) kennt der eine oder andere Raucher. Natürlich sind diese Zigaretten genau so schädlich und suchterzeugend wie jede andere Zigarette auch. Eher sogar mehr, denn damals warfen sich ausgerechnet Jugendliche und Frauen auf die neuen Marken. Auch meine Wenigkeit ist nach ca. 219.000 Auslese, R1, Krone und Cabinet light klüger geworden. Fast wäre es zu spät gewesen…..

Als der Gesetzgeber eingriff, lagen bereits die ersten Niktionfreiraucher auf dem Friedhof.

Es war übrigens eine SPD/FDP-Koalition, die das Spiel laufen lies und eine CDU-CSU-FDP-Koalition, die es beendete.

Aber nur bei Zigaretten!

Unter Schwarz-Gelb ging das Spiel von Neuem los. Mit Alkohol.

Seit Jahrzehnten warfen die Brauereien immer mal wieder Getränke auf den Markt, die Kinder an den Geschmack gewöhnen sollten. Vitamalz und Karamalz, um nur zwei zu nennen waren damals fester Bestandteil der Werbung in meinen Comics. Es war in den 80ern, als die Binding-Brauerei das erste alkoholfreie Bier herausbrachte, daß einem normalen Bier sehr ähnlich kam.

Clausthaler – Alles war ein Bier braucht.

Ja, auch Alkohol.

Je nach Land gilt in der EU alles unter 0,5-1,7 Volumenprozent als alkoholfrei. Als sich das rumsprach war es für die ersten Alkoholiker und Kranken (Ich sag nur Medikamente….Wechselwirklung…) schon zu spät. Die Grenze wurde festgelegt, da Alkohol auch oft als Konservierungsmittel (JA! Auch in ausgesprochenen Kinderlebensmitteln!) Anwendung findet. Eine Milchschnitte (in den 80er und 90ern zeitweise mit schmeckbar viel Alkohol) auf der steht: Der Bundesgesundheitsminister warnt….. verkauft sich sicher nicht mehr sooo gut.

Unter anderem Warsteiner und Beck´s brachten in den vergangenen Jahren 0,0%-Biere heraus. Übrigens mit Segen der islamischen Religionswächter. Damit soll nämlich die nächste Zielgruppe erschlossen werden.

Foodwatch ist die erste mit bekannte Organisation, die überhaupt gegen diesen Etikettenschwindel aktiv vorgeht.

Meine Meinung:

Nur wo kein Alk drin ist darf das auch so draufstehen.

Ich unterstütze daher die Unterschriftenaktion von Foodwatch und würde mich freuen, wenn Sie sich mit einem Klick mir anschließen würden.

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