Ungeheuerlich! Machtkampf bei den Piraten!

Wie sich herumgeschwiegen hat, findet am 21. April unser außerordentlicher Kreisparteitag statt.

Der wurde ausgelöst durch den Rücktritt unseres Vorsitzenden Dirk T. Polly. Dieser ist mit einer schriftlichen Erklärung (in der Neu-Ulmer Mailingliste nachlesbar) demissioniert. Kurzgefasst: Er kam mit einer Person in seinem Team persönlich nicht mehr klar.

Das ist ein normaler Vorgang. Passiert millionenfach in Unternehmen, Parteien und Vereinen.

Menschlich und fachlich betrachtet ist das doof, aber Dirk ist ja nicht weg, sein Wissen und seine Erfahrung auch nicht. Er arbeitet ganz normal weiter mit und war neulich auf unserer Sitzung.

Wer in der Piratenpartei welches Amt hat ist für das Gelingen des Gesamten letztlich egal, solange die anfallende Arbeit organisiert und erledigt wird. Dirk mag und kann gerade nicht, also macht es ein anderer. Ämter werden auf Zeit vegeben. Nichts ist da für immer.

In der Piratenpartei wird in diesem Falle im „Wiki“ ein neuer Artikel aufgemacht, der zur Planung des Ganzen notwendig ist. Darin kann man auch sehen welche Ämter neu zu besetzen sind.

Wenn man einen Vorschlag hat trägt man den ein. Das kann jeder, der sich in diesem Wiki angemeldet hat. Zu sagen hat das allerdings nichts. Jeder kann dort „Kermit den Frosch“ reinschreiben. Da Kermit nicht die erforderlichen Voraussetzungen besitzt wird er am 21. vor dem Wahlgang wieder gestrichen. Wir sind nicht rassistisch, aber Frösche haben im Vorstand nichts zu suchen.

Am Parteitag vor der Wahl erklären sich die Kandidaten, auch die, die nicht im Wiki stehen. Dann wird gewählt und fertig ist der neue Vorstand.

Nun ist gibt es für die Spitzenfunktion aktuell zwei Vorschläge im Wiki. Der alte Vorstand hat seine ehemaligen Kollegen reingeschrieben. Sonst nix.

Wer wirklich kandidiert wissen wir erst am 21. April.

Nun schlage ich gestern die Neu-Ulmer Zeitung auf und was sehe ich:

MACHTKAMPF BEI DEN PIRATEN!

Mein erster Gedanke: „Ist mir gestern Abend bei der Sitzung noch gar nicht aufgefallen“

Was ich dann vom NUZ-Reddakteur Roland Ströbele lese ist dramatisch aber hat mit der Realität wenig zu tun.

Neben der leicht zynischem Bemerkung „Wenn es mehere Bewerber [….]gibt, dürfte das nach dem Geschmack der rund 50 Mitglieder sein“ wird er konspirativ. Er beginnt Dirk T. Pollys Rücktrittsmail nach geheimen Botschaften und versteckten Zeichen zu druchsuchen.

Herr Ströbele, waren noch Zeilen voll zu kriegen und irgendwas mit „Piratenpartei“ geht immer?

Hier die Aussage eines Basispiraten: Ich habe gerne Auswahl und behalte mir vor einen oder mehrere weitere Kandidaten vorzuschlagen. Was sagen Sie nun?

Habe ich Ihren morgigen Arbeitstag damit gerettet? Bitte schön, gern geschehen.

Was steht in dem Artikel sonst drin? Das es einem aktuellen Vorstand zu doof war sich dazu zu äußern? Zu was auch? Zur Wahl? Zum Ergebnis? Herr Ströbele, Hinweis zum Umgang mit der Piratenpartei: Bei uns stehen Wahlergebnisse erst NACH der Wahl fest.

70 Zeilen einspaltig zu………nix!

Dazu diese Überschrift?

Ich mache Ihnen mal einen Vorschlag: Sie kommen am 21. April zu unserem Kreisparteitag und schauen sich das alles mal an. Da kann man übrigens Mitglied werden. Wenn Sie mindestens 27 Euro (Mitgliedsbeitrag 2012 anteilig) da lassen dürfen Sie auch sofort mitstimmen. Das kriegen Sie beim politischen Wettbewerber nicht geboten.

Hinterher reden wir dann nochmal über alles. Man versteht sich so schnell miss… Einverstanden?

Bis dahin: Wir hätten so viel mitzuteilen, daß sich mehrere Artikel mit Inhalt ausgegangen hätten. Ihr Artikel hat eine falsche Überschrift und keinen Inhalt.

Das können Sie viel besser. Streß hin oder her. Ich zahle 19,99€ im Monat für ein PDF-Abo.

Da erwarte ich etwas Qualität.

Pressekampagne

Ooooh, wie war die Presse nett zu uns.

Der nette kleine Exotenverein. Putzig, nerdig, ungefährlich. Dann kam Berlin, ACTA und zuletzt das Saarland.

Seit dem ist der nette kleine Exotenverein in aller Munde, in allen Medien. Piraten wohin das Auge blickt.

Die Piratenpartei ist aktuell der größte Arbeitgeber der Journalistenfreelancerszene. Wir liefern was die Meute haben will.

Darf es Protest mit schönen Bilder sein? Intime Bekenntnisse? Auffällige Kleidung? Dickbäuchige Menschen, die Laptops anstarren, ein WLAN verkabeln und dabei twittern?

Gerne! Die Piratenpartei liefert! Tagesfrisch und aktuell.

man muß nur ein paar Leuten bei Twitter folgen, die Story kommt frei Haus. Ein Segen. Wäre Berlin früher gewesen hätte vermutlich nie jemand was von Fukushima erfahren. Hups, das war jetzt etwas sarkastisch.

Aber dafür bieten wir traumhafte Arbeitsbedingungen. Jetzt fetzen die sich auch noch vor dem Bundesparteitag. Schnell noch ein paar Künstler zusammengetrommelt, damit etwas Öl ins Fewuer gegossen wird und ab gehts.

Eines schreibe ich der Piratenpartei ins Stammbuch: Wir verändern das Geschäftsmodell dieser Menschen. Vom Freelancer bis zu Bertelsmann. Das wird diese Menschen alle erst einmal Geld kosten und wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt wird verschwinden. So wie schon jetzt einige Unternehmer in der Musikindustrie. Man darf nicht vergessen: Kommerzielle „Künstler“ sind nichts anderes wie Unternehmer, denen immer weniger für das Produkt gezahlt wird. Wie da Bauern reagieren (Stichwort: Milchpreis) haben wir bereits erlebt.

Jetzt kommen Unternehmer mit Kampagnenfähigkeit und fast bankähnlichen Geldmitteln.

Wer glaubt es würde nicht bald heftig regnen, übersieht die dunklen Wolken am Horizont und die ersten Blitze vom Handelsblatt. Schaut doch nur mal an, wem die ganzen Unternehmen gehören und wer sie reguliert. Nur ein Beispiel: Die SPD ist indirekt eines der größten Verlagshäuser der Republik. Wir kosten die Macht und Geld. Warum sollten die nett zu uns sein?

Der größte Shitstorm aller Piratenzeiten wird bald kommen und unser Überleben wird zeigen, ob wir fähig sein die Republik zu verändern.

Ich bin mir sicher die Zeit danach wird anders sein. Entweder haben wir das Land nach Vorne gebracht, oder wir werden aufhören Relevant zu sein.

 

Parteifeinde

Freund->Feind->Parteifreund

Diese Abstufung gab mir ein CSU-MdL (welchen Landtag verrate ich jetzt mal nicht) mit auf den politischen Weg.

Da bei den Piraten der Meinungsfindungsprozess basisdemokratisch sind und Ämter nur eine Verwaltungsfunktion haben sollte der übliche Postenschacher und Zickenkrieg bei den Piraten nicht vorkommen. Sollte!

Seit dem Erfolg von Berlin sieht das anders aus. Jetzt gibt es Benefit.

Nein, nein. Nicht was Sie denken. Kein Geld, kein Ruhm. Keinen gut bezahlten Sprecherposten bei igendwelchen Stadtwerken in Ostdeutschland. Wir sind ja nicht die Union.

Es gibt Anerkennung und Öffentlichkeit. Zwei Dinge, die Gesindel gerne scheut. Piraten aber nicht. Wer in der Öffentlichkeit steht hat Zuhörer für seine Idee. Empfänger schaffen Anhänger, Anhänger schaffen Mehrheiten für politische Ideen.

….und dann will der eine oder andere, sind wir doch mal ganz ganz offen und transparent….

…..AUCH AUF DIE TITELSEITE EINES NACHRICHTENMAGAZINS!!!!

Das ist ganz einfach – menschlich!

 

Sicherheit, Urheberrecht und Abdampfen

Immer wenn in Deutschland eine Repression gegen die Bevölkerung beschlossen werden soll wird es zwei Begriffen begründet

SICHERHEIT!

URHEBERRECHT!

Merken Sie sich das mal……

Wenn Sie sich jetzt noch die Begriffe „Alternativlos“, „aus politischen Gründen“ und „Bündnisfall“ aneignen sollten Sie bereits beginnen die Eidesformel für Minister auswendig zu lernen. Sie haben schon das Zeug dazu.

Ich würde gerne über was anderes wie Sucht schreiben, aber das Thema ist halt mal gerade die Sau, die durchs Dorf getrieben und hernach heimlich geschlachtet werden soll.

Mein heutiges Thema ist die E-Zigarette.

Das ist nichts anderes als ein Inhalator, wie ihn auch Asthmakranke nutzen. Nur ohne AOK-Design. Man steckt einen Akku in das Gerät (oder lädt ihn am USB-Port auf). Füllt eine Liquidpatrone ein und zieht. Diese Liquids bestehen aus einem Trägerstoff, Aromastoffen und Nikotin. Eine Zigarette besteht auch nicht aus anderen Dingen. Glauben Sie nicht: Klicken Sie mal. Vergessen Sie eines nicht: Raucher sind Süchtige. Süchtige können einige Dinge nicht mit Vernunft machen. Das ist ein Merkmal von Sucht. Die „Nichtraucherschutzgesetze“ komischerweise von der Ausformulierung reine Repressions- und keine Schutzgesetze, machen es Süchtigen kaum noch möglich seinen Nikotinbedarf zu decken. Wer an seinem Arbeitsplatz nicht rauchen darf hat ein Problem sein „Craving“, also den Entzugsdruck zu decken.

Die E-Zigarette ist da ein Ausweg.

Ein Ausweg, der absolut unbedenklich ist für Passivdampfer und geschlossene Räume.

Der E-Zigarettenboom war jedoch nicht im Sinne des Gesetzgebers. Einbrechende Tabaksteuereinnahmen sind ganz und gar nicht im Sinne des Gesetzgebers. An den E-Zigaretten und den Liquids gibt es für Vadderstaat nur ein wenig Mehrwertsteuer und keine 79%.

Die E-Zigarette ist pefekt für den Nichtraucherschutz. Nun sucht unsere Regierung einen Weg den Störenfried vom Markt zu verbannen. Gar nicht so einfach als EU-Mitglied. Andere Länder wollen nämlich wirklich Nichtraucherschutz und Suchtprävention. Über das Internet kommt der Raucher ganz leicht an alles was er braucht.

Nun wird noch mit Angst gearbeitet. Kein Staatsdiener, der nicht von der möglich potentiell denkbaren Eventualgefahr warnt. Schäuble und Aigner lasen bereits über Modellen brüten wie man trotz E-Zigaretten die Süchtigen weiter ausnehmen kann.

Wer sagt: Dann sollen sie es doch einfach bleiben lassen, war noch nie süchtig und auf die Meinung Ahnungsloser sollte man ohnhin nicht viel geben….

Dieses ist bereits der zweite Versuch des Kabinett Merkel, den Ausstieg aus der Sucht über Substitution zu erschweren. Als einziges (mir bekanntes) Land stellt die Bundesregierung sogennante „Kräuterretten“ unter die Tabaksteuer. Kräuterretten werden als Aufhörwillige zusammen mit Nikotinpflasern in Apotheken verkauft. Eine Schachtel stieg so von 1,30€ auf 7,50€. Auf Betreiben von Peer Steinbrück (SPD) übrigens.

Danke für die Unterstützung der Tabakindustrie!

Der Spazz und die 66

Der Spazz, unser regionales Monatsblatt brachte vergangenen Monat eine Sonderbeilage. „Die 100 wichtigsten Ulmer“.

Der Donnerhall an den regionalen Klüngeltreffen bleib nicht aus. Ein schwerer Anfall von Ehrenkäsigkeit ergriff weite Teile von Prominenz und Audabeis der Stadt. Einige wollte unbedingt vor einem Privatfeind liegen, andere waren mit der Position nicht zufrieden, der eine oder andere soll sogar interveniert haben (wurde mir getratscht).

Tja, so ein Platz in der unteren Hälfte der Tabelle kann einem den Tag verderben, wenn man sich für Mamis Größten hält.

Spazz Nr. 1, Jens Gehlert konnte einen Monat lang Modell für den Schmunzelhasen stehen.

Jetzt kam der zweite Teil. Die 66 wichtigsten Neu-Ulmer.

Hier muß ich sofort Motzen anfangen! Haben wir etwa keine 100? Muß man Neu-Ulm wieder demonstrieren nur zweite Liga zu sein?

Das macht mich ehrenkäsig! Also Hundert hätte man locker zusammengebracht!

Aber ich hatte was zu lachen.

Warum?

Nicht wegen der aufgeführten Personen…..

Wegen denen die fehlten.

Ich habe da ein paar Leute vermisst, die sich ganz arg wichtig fühlen.

Mein Kommentar: Gnhihihihi.

Ahnungslos oder bestellte Lüge?

Am Montag stellte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung Margot Dyckmans ihren Bericht vor.

Es gibt erfreulich weniger Drogentote durch harte Drogen. Fast 1000 Menschen pro Jahr ist eine zu hohe Quote, im Vergleich zu Alkohol und Tabak (200.000 Menschen in Deutschland pro Jahr! Pi mal Schnauze rund 20% ALLER Todesfälle in Deutschland!) wirkt das fast marginal.

Schauen wir uns den Drogenbericht mal an.

Es gibt einen Cannabistoten in Bayern. Er betrieb eine Aufzuchtanlage in seiner Wohnung und starb wegen falscher Installation der Lampe an einem Stromschlag. So sieht ein statistischer Drogentoter aus. Verabschieden sie sich in ihrem Kopf vom Zombie auf der Bahnhofstoilette mit der Nadel im Arm. Wir haben nicht mehr 1979.

Die Zahl der Erstkonsumenten harter Drogen ist stark gestiegen. Wie geht das mit weniger Toten zusammen.

Der Blick auf die Menge der beschlagnahmten Stoffe gibt die Lösung. Während Heroin und Kokain auf dem Rückzug sind ist die Menge von Methamphetamin explosiv angestiegen. Warum?

Die Lösung liegt auf der Hand. Leider nicht für die Menschen, die vom Steuerzahler alimentiert werden das zu wissen.

Meth (auch Crystal genannt und im Drogenbericht falsch geschrieben….) ist wesentlich billiger herzustellen, im Gegensatz zu Heroin und Kokain auch jederzeit mit dem heimischen Chemiebaukasten. Da die Droge nicht geschmuggelt werden muss, entfallen viele Vertriebskosten für die Gangster. Kurz: Es ist viel billiger. Dazu viel reiner. Durch kurze Wege gibt es weniger Zwischenhändler die diesen Stoff verschneiden können. Endeffekt: Die Gebraucher von Meth spüren mehr Wirkung bei weniger Kosten. Dazu kommt noch etwas. Die Konsumeinheit bei Meth ist kleiner als bei Heroin/Kokain. Wenn das Päckchen kleiner ist finden es die Behörden auch nicht so schnell. Da insbesondere frische Meth-Konsumenten noch im Alltag „funktionieren“, werden sie weniger auffällig.

Zusammengefasst: Die Dunkelziffer ist wesentlich höher als bei Heroin/Kokain.

Wir stehen in Deutschland vor einem Meth-Boom unerlebten Ausmaßes. Was das bedeutet können sie in den USA begutachten. Die Drogenbeauftrage macht…..nix. Offenbar sich nicht mal kundig. Wozu auch? Im kommenden Jahr endet die Ära Dyckmans als Drogenbeauftragte. Nach ihr die Sinutflut.

Neben der Drogenauftragten saß bei der Pressekonferenz der Präsident des BKA Jörg Ziercke. Der Mann sollte es doch wissen, oder nicht?

Nach 60 Sekunden stand mir der Mund offen. Ich präsentiere mal zwei Aussagen:

– Die Polizei wird sogennante „Legal Highs“ stärker bekämpfen

– Cannabis muß wie Heroin als harte Droge eingestuft werden, da die Menge des psychoaktiven Wirkstoffes THC in der Pflanze immer höher wird.

Zum einen sind „Legal Highs“ zunächst mal legal. Sagt doch schon der Name. Herr Ziercke meinte jedoch die als „Kräutermischung“ oder „Badesalze“ angebotenen synthetischen Mischungen, bei denen niemand weiß was drin ist und mit denen man sich unkontrollierten gesundheitlichen Gefahren aussetzt. Warum tun Menschen dann das? Zwei Gründe: Einfacherer Zugang. Kann jedes Kind im Netz oder in Läden kaufen. Der andere Grund ist der Preis. Wer die tagesaktuellen Preise pro Konsumeinheiten vergleicht, stellt fest: Das gepanschte Zeug ist billiger und danke des Sieges der Chemiker gegen die Natur – auch viel viel stärker. Alles nachzulesen im Netz. Die tagesaktuellen Preise liefert die niederländische, staatliche Fernsehsendung „Spuiten en Slikken“ oder die Schwarzmaktseite „Silk Road“. Natürlich für Jedermann ohne Kommentar oder Alterskontrolle. Google weiss alles…..

Kein Mensch würde sich freiwillig den Gefahren aussetzen, wenn der das Original in einer Drogerie von einem ausgebildeten Drogisten kaufen könnte.
Beweis: Die Niederlande haben kein Problem mit Kräutermischungen. Sie sind dort illegal und es gibt keinen Markt dafür. Also bietet es auch keiner an.

Zum starken THC: Ja, die beschlagnahmten Mengen beweisen: Durch Züchtung wird die Pflanze immer potenter. Aber was heißt das?

Ich erkläre das mal an einem praktischen Beispiel:

Sie kennen doch den Alkoholgehalt von Bier (5%). Der wird erhöht auf den Alkoholgehalt von Wein (12%). Was machen Sie nun als Konsument?

Sie trinken weniger davon!

Zur Gefährlichkeit:
Wir nehmen einen 20jährigen, fitten Mann etwa 80 Kilo schwer, regelmäßiger aber mässiger Konsum.  Er hat normal zu Abend gegessen und fängt an sich zu betrinken/bekiffen. Er trinkt/raucht/isst zügig und in kurzer Zeit.

2 Weissbier (1l): Er spürt die Alkoholwirkung, wird enthemmter, sollte nicht mehr fahren
5 Weissbier (2,5l): Jeder merkt – Der ist betrunken, er dürfte nun eine feuchte, laute und undeutliche Sprache haben, kann aber noch laufen. Neigt zur Aggression.
10 Weissbier (5l): Vollrausch, Lebensgefahr

1 Normjoint (0,3gr/10%THC): Er spürt die Wirkung, darf nicht mehr fahren. Seine Umgebung merkt nichts oder nicht viel

2 Normjoints: Die Umgebung merkt was, der Konsument verliert das Interesse an einem weiteren Konsum. Das Schlafbedürfnis, der Appetit steigen. Er hat Durst.

3+x Normjoints: Es könnte im eventuell etwas schlecht werden.

1 Normhaschbrownie: siehe 1 Normjoint

2 Normhaschbrownies: siehe 2 Nornjoints

3 Normhaschbrownies: Dem Konsument wird schlecht, er erbricht sich, schläft ein und wacht nach verlängerter Schlafdauer ohne Kater (aber ggf. mit kaum spürbarer, aber unterschätzbarer Restwirkung) wieder auf.

1 Normspritze Heroin: Entzugserscheinungen sind weg, der Konsument ist zu nichts mehr fähig, Atemstillstand und Herzstillstand sind möglich.

2+x Normspritzen Heroin: Konsument ist tot.

Den Unterschied sehen die „Fachleute“ der Bundesregierung nicht.

Was erzählen die sogenannten Fachleute da? Warum erzählen sie sowas?
Warum werden keine wirkungsvolleren Wege beschritten?

Von Frau Dyckmans werden wir keine Impulse mehr bekommen, die paar Monate kann sie noch absitzen und der Herr Ziercke? Ja, der will doch seine Kundschaft nicht verlieren. Die Einsparungen einer vernünftigen Drogenpolitik würden sich in Abbau von Personal und Budget auswirken.

Wer verzichtet freiwillig auf ein paar Milliarden Spielgeld für die eigene Behörde?

Sind wir doch mal ehrlich – keiner…. Aber bezahlen müssen das Sie und ich!

Auch die Opfer der repressiven Politik sind Sie, ich wir alle. Die einzige Gruppe, die hemmungslos profitiert sind Gangster. Vom Anbau bis zum Verkauf.

Das BKA untersützt direkt seine eigene Kundschaft. Perverse Situation – noch dazu so sinnlos.

Beispiel: Im Bericht steht, es wurden 717 Cannabisplantagen ausgehoben. Davon rund 620 zur Eigenversorgung. Das feiert das BKA als Erfolg! Der Erfolg ist ebenso bahnbrechend wie die Verhaftung eines Kiffers auf der Straße beim Kampf gegen die Mafia! Wir rechnen mal ein gaaanz grob.

Ein Fachgeschäft für Hanf kommt auf einen Durchschnittsumsatz von 250-300k€. Gehen wir davon aus, daß er rund 30% Umsatz (also 100.000€) mit Zuchtanlagen macht. Gehen wir ferner von rund 500€ pro Anlage aus (ebay-Recherche).  Also verkauft ein durchschnittliches Fachgeschäft 200 Anlagen pro Jahr. So ein Fachgeschäft gibt es in jeder mittelgroßen Stadt. Glauben Sie nicht? Schauen doch mal ins Inserentenverzeichnis des Hanfjournals. Da stehen eine dreistellige Anzahl Fachgeschäfte bei den Inserenten. Das sind nicht alle, es inseriert ja bei weitem nicht jeder und außerdem – Online und Ausland gibt es ja auch noch. Keiner würde sowas in seinem Heimatort kaufen (denk ich mir mal so).

Gehen wir mal von 500 durchschnittlichen Fachgeschäften aus, so reden wir über rund 100.000 neue Aufzuchtanlagen zum Eigenbedarf – jährlich! Damit muß jede Zuchtanlage alle 170 Jahre mit Polizeibesuch rechnen. Alles über fünf Jahre kann man kaum als Erfolg bezeichnen.

DAS nenne ich mal Abschreckung! Dabei trifft man zu großen Teilen auf Personen, die zum Eigenbedarf züchten und damit der organisierten Kriminalität den Boden entziehen.

Diesmal profitieren aber mehr Menschen. Ausser dem Gangstern wird der Fachhandel nachhaltig unterstützt. Wenn auch nur mit 300.000€  (616 Anlagen mal 500€) pro Jahr.

Es bleibt uns nicht mehr viel Zeit.

Wenn wir nicht ganz schnell umdenken wird uns die Meth- und Syntethikwelle überrollen. Die USA haben den Kampf verloren. Wir werden ihn erst recht verlieren. Wir verlieren erst gegen die Al Capones der Drogenszene, dann unsere Kinder. Die sind mir zu wichtig, um die Sache der baldigen Frührenterin und dem BKA zu überlassen. Wir reden immerhin von einer Behörde, die nicht mal ein paar Terroristen fangen kann.

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