Let´s do it like in 1974 – Die Bankster zu Köln

Wie im Fluge ist das Wochenende durchgelaufen. Schon ist es wieder vorbei. Deutschlandist Gruppensieger, wir freuen uns.

Ich nutzte eine ruhige Stunde dazu aus, ein Wirtschaftsbuch zu lesen. Es ging um eine Bankenpleite im Jahre 1974, die Deutschland erschütterte. Die Herstatt-Pleite.

Eine Privatbank war 1974 über Spekulationsverlusten zsammengebrochen. Die Art und Weise des Zusammenbruchs zeigt unweigerlich Parallelen zur heutigen Situation ds bankensektors und der Märkte dar.

Ich habe mich, gründlicher Journalist der man ja ist, mehrerer Recherchequellen bedient. Zusammengefasst kann ich dem geneigten Leser zwei weiterführende Lektüren empfehlen.

Das Spiegelmagazinarchiv zum Suchbegriff „Dany Dattel“ und das Buch „die Vernichtung“ von Iwan-David Herstatt. Letzteres ist eine hemmungslose Selbstbeweihräucherung, triefend vor Selbstmitleid. Trotzdem: Extrem aufschlußreich was den Einblick in das damalige Bankensystem angeht und die Verflechtungen in Köln/Bonn, auch Klüngel genannt. Was Iwan-David Herstatt da wenige Jahre vor dem Tode zu Papier brachte, ist heute noch fast allgemeingültig und erklärt die aktuellen Auswüchse des Bankensektors.

Was damals als Ausrede, auch vor Gericht, herhalten mußte…..

…geht auch heute noch problemlos durch.

Bevor Sie dem nächsten Rettungspaket durch stille Zustimmung Legitimität geben – suchen Sie – lesen Sie!

Zu viel – zu schnell und wohl noch nicht das Ende

Strossaboa – Staffel 3 Folge 2

Die haben es doch tatsächlich gemacht.

Das Thema Straßenbahn in Neu-Ulm verspricht zum Dauerbrenner zu werden.

Was sagt das bevorzugte Medium meines Mißtrauens? Wir lassen jetzt für teuer Geld Spielchen rechnen, bei denen uns am Ende sicher mindestens 20 Millionen Euro fehlen?

Hab ich das so richtig verstanden?

Echt? Ist das Euer Ernst, Stadträte? Wirklich?

Bitte erklärt uns das und auch warum das sein muß.

Kommentarfunktion ist wie immer offen. Mich würde auch mal ein Statement des Bürgermeisters von Ludwigsfeld interessieren. Ich höre er leistet viel Überzeugungsarbeit im Rathaus.

Ich möchte gerne überzeugt werden. Legt los.

 

Tätigkeitsbericht Mai 2012

1.5. Repräsentanz DGB-Kundgebung, GO-Mumble-Sitzung
2.5. Tätigkeitsbericht online gestellt, Blog aktualisiert, Mails beantwortet
4.5. Konzept für Party & Politics gemacht
6.5. Teilnahme Wahlparty Ottmarshausen
7.5. Launch Party&Politics
8.5. Teilnahme an Party & Politics, Gespräch mit Karl-Martin Wöhner (SPD)
9.5. Webseiten aktualisiert, Mailzugänge eingerichtet
13.5. Teilnahme Vorstanddsitzung
14.5. Aktualisierung Wiki
15.5. Gespräch mit Michael Proißl, Planung Re-design Wikiseite
16.5. Anmeldung Holodeck,
17.5.-22.5. Urlaub im Vogtland
22.5. Mitgliedschaft an der AG Drogen
23.5. Teilnahme Stammtisch
24.5. Anmeldung SG Presse, Aktualisierung unseres Social-Media-Cis, Wiki aktualisiert
25.5. Aktualisierung Webseite
29.5. Party & Politics, MIB3.- Teilnahme, Hilfe bei Orga, Aktualisierung Webseite
30.5. Start Orga Grillen und KPT
31.5. Aktualisierung Wiki
1.6. Aktualisierung Wiki, Termine

Muß ich Pirat sein…

…um dies und jenes zu tun oder ändern?

Diese Frage wird mir oft gestellt. Ich erkläre es einfach mal andersrum:

Diese Dinge dürfen Sie nicht:

– Abstimmen
– Mitglied eines Parteiorgans werden

Einfach erklärt:

Ja, Sie können sich zum Chef der Flyer-Design-Gruppe wählen lassen, aber nicht Kassenprüfer des Kreisverbandes werden.

Noch einfacher erklärt: Als Nichtmitglied dürfen Sie:

– zum Stammtisch kommen
– als Gast an einer Sitzung teilnehmen
– sich zu Wort melden
– Vorschläge machen
– zum piratigen Kinoabend (Party&Politics) kommen
– bei egal was helfen
– zu unserem Sommerfest kommen (mit Getränken!)
– spenden
– mit uns demonstrieren
– mit uns gestalten

Kommen Sie einfach mal bei uns vorbei. Die Termine und Orte stehen auf der Startseite hier rechts, oder auf http://www.piratenpartei-neu-ulm.de

Auch die Frage was wir an den Stammtischen machen wird oft gestellt.

Einfach geantwortet:
Kommen Sie doch einfach mal vorbei, dann sehen Sie es schon. Wir haben fast immer Besuch.

Noch einfacher geantwortet:
Lachen, labern, lästern und die Welt verändern.

Noch Fragen offen? Fragen Sie mich einfach oben links auf der Seite über „Formspring

Piratiger Kinobesuch

Die Grenze der Solidarität

Vergangene Woche habe ich einen Kurzurlaub unternommen. Erstmals seit 2006 war Mitteldeutschland das Reiseziel.

Gerade das Vogtland und das Erzgebirge kenne ich sehr gut und schon seit der Maueröffnung.

Ich habe die Gegend fast nicht wiedererkannt.

Alles neu, saniert, schön und vom Feinsten.

Innerhalb dieser wenigen Jahre wurde die Landstraße von Schönberg nach Plauen (44km) auf das Schönste erneuert. Mit Umgehungsstraßen und allem drum und dran.

Ähnlich verhielt es sich mit der Straße von Auerbach nach Johanngorgenstadt. Damals noch teilweise mit Kopfsteinpflaster, eine wunderschöne Allee, landschaftlich sehr reizvoll. Die Straße endete an der tschechischen Grenze. Endete! Jetzt führt sie breit, kreuzungsarm und nagelneu direkt zum Vietnamesenmarkt auf der anderen Flußseite. Johanngeorgenstadt mit Klingenthal und Oberwiesenthal ist eine bekannte Wintersportregion. Das ist Tirol auch, aber dort sind die Zigaretten teurer. Staatlich gefördertes Regionalmarketing im Jahre 2012.

Erinnern Sie sich an die Hertie-Pleite vor einigen Jahren? Die Sache mit den Immobilien, die angeblich zu billig an einen dubiosen Fond verkauft und angeblich überteuert zurück gemietet wurden? Die Wirtschaftspresse von Manager Magazin, über Wirtschaftswoche bis Capital interessiert sich ebenso wie staatliche Behörden und Anwälte für den Vorgang. Was passiert wohl mit den Immobilien heute? In Plauen bauen sie alles um und das Landratsamt hinein.

Wie kamen die an die Immobilie? Wer baut ein Landratsamt in die Fußgängerzone?

Ich sah aber auch reichlich Vandalismus. Auf Dörfern und in Städten. Frisch gestrichen und schon Graffiti drauf.  Wahllos zerstörte Parkautomaten, bestimmt noch kein Jahr alt. Zerschossene Straßenlampen. Ich war während des Plauener Frühlings in der Stadt. Das Wetter gut, der Platz voll, die Stimmung bärig. Feten in Sachsen muß man erlebt haben. Immer toll dort.

Verkaufen die doch dort hochoffiziell Bier in Glasflaschen! Trotz 50 Cent Pfand (in Schwaben undenkbar) landeten ein Großteil der Flaschen…….auf dem Kopfsteinpflaster! Ich stand innerhalb weniger Stunden im Scherbenviertel. Hat außer mir aber niemand sichtbar gejuckt.

Mich hat dieser allzu unbeschwerte Umgang in Gütern, im Osten sagte man den schönen Begriff  „Volkseigentum“ dazu, gestört.

Ich habe dann mal im Netz recherchiert und festgestellt. Die neuen Bundesländer nutzen einen großen Teil der Transferleistungen nicht für Infrastrukturprojekte (irgendwann hat halt jeder ein Schwimmbad und eine Umgehungsstraße), sondern um finanziell über den Durst konsumieren zu können. Das Geld geht nämlich in den allgemeinen Haushalt.

Während eine 4 Kilometer lange Baustelle bei Gruibingen/Mühlhausen i. T.  mittlerweile seit acht Jahren andauert, während die A8 bereits seit den Olympischen Spielen in München 1972 (!) sechsspurig sein sollte aber nicht ist, bauen wir einen schönen Ostpark aus dem die Menschen mangels Perspektive abhauen. Da läuft was schief.

Während trotz toller Infrastruktur im Osten die Wirtschaft nicht anspringt wird sie hier durch die vergammelnde Infrastruktur abgewürgt.

Wer heute nicht schnell per Auto, Bahn oder Flugzeug erreichbar ist und kein schnelles Netzwerk hat – ist raus. Unsere A7 und unsere A8 sind mehr als nur „in die Jahre gekommen“. Jetzt wird erst mal bis 2015 (Bayern) bzw. 2029 ausgebaut (Baden-Württemberg).  Was bei uns alles (nur mal an Fernstraßen) hätte gebaut werden sollten und dann geopfert wurde lesen Sie hier nach:

Der Spiegel 1979

Autobahn A80

Autobahn A85

Autobahn A86

Autobahn A89

Autobahn A895

Der zur gleichen Zeit geplante, flächige Breitbandausbau in der Region Ulm/Neu-Ulm wurde von der Post in etwa zur selben Zeit verschoben.

Ich will hier die ganze Gegend nicht mit Autobahnen zubauen. Ich will nur verdeutlichen, was die Entwicklung unserer Region in den letzten 20 Jahren gewesen wäre und was draus geworden ist. Diesen Rückstand, der seit den 80ern entstanden ist werden wir in diesem Menschenleben nicht mehr aufholen, gleichzeitig geht die Entwicklung immer rasanter voran. Wir können uns weitere Probleme einfach nicht mehr leisten. Es gibt Chinesen, die lachen schon beim Wort Juchtenkäfer… Glauben Sie potentielle Investoren interessiert das hier? Der will den idealen Standort mit 1A Infrastruktur und Lage, wenig Steuer, wenig Bürokratie und gutes Personal. Ein klarer Auftrag für die Verwaltung.

Jedem dürfte klar sein – wir gehen wirtschaftlich schweren Zeiten entgegen. Das wars noch nicht mit der Finanzkrise. Der Verlierer wird am Ende der kleine Mann sein. Sie und ich. Auch klar.

Was wäre, wenn durch die Abschaffung des Soli der Kaufkraftverlust der kommenden schweren wirtschaftlichen Phase abgemildert würde? Dann bliebe der Binnenkonsum trotz Rezession oder Inflation weitgehend stabil und das System würde laufen.

Für mich ist nun die Grenze der Solidarität erreicht. Ich setze mich für die Abschaffung des Soli ein. In zwei Stufen, beginnend zum 1.1.2015 (3,5%), über 1,5% zum 1.1.2017 endend zum 31.12.2019. So hat jeder die Chance sich drauf einzustellen. Schneller wäre unseriös. Siehe Solarförderung.

Was die Infrastruktur angeht: Lieber Staat! Wir haben dafür schon bezahlt. Dann gebt das Geld bitte auch dafür aus! Ich habe eine Idee, wie man diese Gelder künftig bestimmungsgerechter einsetzen könnte. Mehr dazu demnächst hier.

Bis dahin kann Herr Rösler uns mal erklären, warum der die Finanztranktionssteuer nicht will. Ein Versprechen der Bank gegenüber, die den NRW-Wahlkampf finanziert hat?

 

 

 

Party & Politics – Review

Gestern war nun unser erstes Party & Politics.

Ich war noch nicht richtig gesessen, da hatten wir uns schon einen Sozialdemokraten eingefangen. Nicht irgendeiner, nein SPD-Chef Karl-Martin Wöhner machte uns seine Aufwartung.

Damit waren alle nicht zeitkritischen Punkte auf unserer Tagesordnung bereits automatisch auf Sonntag vertagt. Es gab dann statt dessen ein konstruktives Gespräch, bei dem man grobe Gemeinsamkeiten und Unterschiede abgeklopft hat.

So weit, so nett.

Dann lief die Sache anders als gedacht. Während die Organisierer des „Party“-Teils der Veranstaltung das Kino ansteuerten und sich mit (meist jungen Ulmern) trafen um zu feiern und den Film zu schauen, blieb ein harter Kern aus Piraten und einfachen Besuchern im Edison um mit Karl-Martin Wöhner über Geldpolitik und die Finanzkrise zu reden.

Der Film war super, so rund 20 Leute saßen in der Piratenreihe. Die hatten sehr viel Bock auf Party und Film und weniger auf „Politics“. Das wird schon noch. Basisarbeit ist eben kein Kindergeburtstag. Der Film war sehr lustig, es gab „Project X“.

Eine Fortsetzung unser Party&Politics-Reihe ist schon ausgemacht. Der Termin zu Party&Politics Teil2 mit MIB3 als Film wird noch auf der Homepage gepostet.

Nach Party und Film, beide waren übrigens super, fuhren wir zurück ins Edison.

Dort war die Diskussion inzwischn voll im Gange, fast mit gleicher personeller Stärke. Mittlerweile hatte die Diskussion aber Niveau 2.0 erreicht.

Ein Gast welcher Freigeld-Anhänger ist, BWLer der Hochschule Neu-Ulm, Piraten und Karl-Martin Wöhner diskutierten über Geldpolitik. So intensiv, daß ich hinterher die Bedienung fragte, ob sie noch Euro akzeptiert.

Ich war mir da nicht mehr sicher.

Folgende Besucher anderer Parteien unserer Treffen fehlen uns jetzt noch:

CSU
Freie Wähler
FDP
Bürger Pro Neu-Ulm.
Partei Bibeltreuer Christen
BüSo
…das müssten alle aktiven Neu-Ulmer Parteien und Wählervereinigungen gewesen sein.

Sollte ich jemand vergessen haben: Dienstag 22. Mai. Café Edison, Neu-Ulm 19 Uhr. Terminabsprache wäre nett, dann können wir die Tagesordnung entsprechend gestalten.

Tätigkeitsbericht: April 2012

22.4.                V1nz wegen IT-Angelegenheiten kontaktiert, Pressemitteilung KPT

23.4.                Pressemitteilung Weißenhorn

24.4.                Teilnahme Vorstandssitzung

24.4.                Persönliches Kennenlernen mit Klaus Rederer

25.4.                Gespräch mit Vorstandskollegen betreffs Presseecho

25.4.                Zugänge bei Bundes-IT beantragt

25.4.                Zugangsdaten bei Altvorständen angefragt

25.4.                Account bei AZ angelegt und kommentiert

25.4.                Facebook und Google+-Accounts angelegt

25.4.                Twitter reaktiviert

26.4.                “Das muß sofort ein Ende finden”-Fundraisingidee entwickelt

26.4.                Telefongespräche mit JuleSal und Hawk321

26.4.                Lessmann-Vortrag durchgearbeitet

27.4.                Formal Fu-Besprechung mit JuleSal und Hawk321

27.4.                Wahlprotokoll angemahnt, E-mail Adressen bestellt

30.4.                Webseite aktualisiert, GO-Entwurf bearbeitet

1+1=1

Merke:

Wer formal zurückzieht bekommt keinen Ablehnungsbescheid.

Wer keinen Ablehnungsbescheid bekommt, bekommt auch keine Begründung und eine Begründung hätten wir schon ganz gern schriftlich.

Allen Piraten in Neubings (Neumünster/Niemünster/Neemuenster) ein glückliches Händchen und viele Geistesblitze.