Dienstag 18.2. ab 19:30 Uhr – Wahlveranstaltung in Ludwigsfeld

 

Dienstag 19:30, Henry Ludwigsfeld beim TSF – Auf ein Wort mit Roland Prießnitz

Ebenfalls Rede und Antwort werden stehen:
Silke Gmeiner (315) aus Ludwigsfeld
Swen Kuboth (327) aus Ludwigsfeld
Bernd Mayer (333) aus Ludwigsfeld

sowie die Fraktionsvorsitzende der FWG, Christina Richtmann
und Landratskandidatin Susanna Oberdorfer-Bögel

Ich habe Fragen zur Adenauerbrücke

Seit einigen Tagen sind Schilder aufgestellt, daß LKWs bitte 50m Abstand pro Fahrspur halten sollen.

  1. Wie stark hat sich der Zustand verschlechtert?

2. Hat sich die angenommene Restlebensdauer verringert?

3. Was hat sich beim Thema Neubau getan?

4. Wird, was bald getan werden soll, endlich mal schneller getan?

#NeuUlm #Ulm #B10 #A80

Ja zum Donauhopserle!

Das Ziel: In 120 Sekunden von Glacis-Galerie zum Ulmer Hauptbahnhof

Die Strecke zwischen dem Zentralen Umsteigepunkt an der Glacis Galerie und dem Ulmer Hauptbahnhof ist die am stärksten frequentierte Strecke des städtischen ÖPNV.
Günstige Umstände bei Bahn und politischem Klima erlauben nun, was vor 20 Jahren grob fahrlässig von der damaligen Stadtratsparteien verworfen wurde: Eine kurz getaktete Pendel-S-Bahn zwischen den Hauptbahnhöfen unser
beiden Städte.

Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Statt in 10-13 Minuten schafft es das Donauhopserle in weniger als drei Minuten!
  • Das Donauhopserle fährt komplett CO2-Neutral mit Ökostrom der Deutschen Bahn
  • Die vorhandene Strecke ist ohne jede Umbaukosten nutzbar
  • Die Innenstadt wird nicht durch zustätzliche Busse mit Lärm, Staub und Schadstoffen belastet
  • 100% Anschluß an das geplante Regio-S-Bahn-Netz
  • Beliebig ohne große Investitionen ausbaubar

01_Roland_Priessnitz OB-Kandidat Roland Prießnitz denkt sogar noch einen Schritt weiter. Warum nicht den Handel mit ins Boot holen und mittelfristig
von Blautalcenter bis Inhofer fahren, wenn der Handel den Nutzern die eventuell noch an fallenden Fahrtkosten erstattet und die Kosten für einen bedarfsgerechten Ausbau vollständig übernimmt.
Für den Sommer sind entsprechende Gespräche geplant, die Idee stößt bei den Beteiligten derzeit auf offene Ohren.

Ich kandidiere – 3XXX für 327

Wie sich ja rumgesprochen hat, muß ich aus beruflichen und familiären Gründen etwas kürzer treten. Entweder mache ich alles nur pfuschig, oder ich entscheide mich für einen Schwerpunkt. Selbstverständlich ist „pfuschig“ keine Option und zur „Familie“ gibt es in meinen Augen weder eine andere Option oder eine Alternative. Ich habe daher auf dem vergangenen Kreisparteitag nicht für die Nachfolge es viel zu früh verstorbenen Hajo Betz (Hajo, wir denken jeden Tag an Dich….) zu kandidieren und auf ein Parteiamt vorläufig ganz zu verzichten.

Ich sehe es aber persönliche Verpflichtung an, mein Wissen und Können in die Gesellschaft einzubringen, schließlich habe ich von ihr auch die Chance auf Lernen und Wissenserwerb zu verdanken, somit war klar, daß ich mich im Rahmen des Möglichen bei der Kommunalwahl einbringe. Nach mehrmonatigen Gesprächen mit verschiedenen Parteien und Gruppierungen haben sich die Piraten einstimmig für die beste Option entschieden. Wir kandidieren auf der Liste 3 zusammen mit den Freien Wählern. Wir ergänzen uns ideal, sind programmatisch nah beieinander, verstehen uns menschlich und haben viel Freude an der gemeinsamen Arbeit.

Ich kandidiere auf Listenplatz 327 und bitte Sie um drei Stimmen für die 327!

Natürlich bin ich ab sofort für Sie erreichbar. Sie können mich per Mail, Telefon (Nummer steht rechts -> ), soziale Medien und auch persönlich treffen. Die Termine stehen oben auf der Seite.

Ich freue mich auf ein persönliches Kennenlernen!

Wenn neue Technik auf alte Geschäftsmodelle trifft

Elektroautos sind gerade der letzte Schrei. Über die Umweltfreundlichkeit läßt sich trefflich streiten. Es fängt bei der sehr umweltschädlichen Produktion an  geht  bei der Stromerzeugung weiter und endet mit einer sehr problematischen Entsorgung des Fahrzeugs.. Was aus unseren Ladesäulen fließt, kommt im günstigsten Fall aus dem Atomkraftwerk in Gundremmingen könnte aber auch aus einem rheinischen Braunkohlekraftwerk stammen.

Soweit mal die Fakten.

Gehört man zu den glücklichen Besitzern eines Tesla, bekommt man eine spezielle Tankkarte und eine App mit der man alle angeschlossenen Schnellladestationen nutzen kann. Soweit ich gehört habe – weltwelt.

Gehört man hingegen zu den Besitzern eines…..sagen wir mal Elektrosmart, Opel Ampera oder VW Golfs, dann hat man ein Problem. Man benötigt diverse Tankkarten, Adapter und Apps um an die passende oder zumindest halbwegs passende Säule zu kommen. Da man keinen „Kanister Watt“ im Kofferraum hat, sollte man im Besitz starker Nerven sein. Bisher konnte man an sehr vielen Ladesäulen kostenlos aufladen, das machte viel Unbill wieder wett. Okay, manchmal waren die Ladesäulen kaputt oder schon wieder abgebaut, manchmal mußte man diverse Karten durchprobieren bis mal eine akzeptiert wurde, oft ging ohne Hotline (Ihr Anruf ist uns wichtig, der nächste freie Mitarbeiter ist bald für Sie da…..) Egal, Geld sparen und gutes Gewissen das hat doch was. Zusätzlich das gute Gefühl ein Ökopionier zu sein.

Da schwillt die Brust!

Ab 2.7. schwillt auch der Kamm!

Die SWU macht (zurecht, warum soll ich das quersubventionieren?) Schluß mit dem kostenlosen Stromziehen, ab jetzt muß gelöhnt werden. Man darf aber hoffen, daß Tarifmodelle wie bei den Stadtwerken nicht zur Mode werden. Man hat ab 1.7. die Wahl aus zwei Tarifen: Flatrate für 30€ im Monat, oder 9,90€ pro Monat Grundgebühr und 3€ pro Ladevorgang. Der durchschnittliche Pendler muß nun hoffen am Arbeitsort auf eine Ladestation zu treffen, welche die SWU-Karte akzeptiert, sonst wird es teuer und er muß unter Umständen zweimal Grundgebühr zahlen.

Für beispielsweise Handwerker, Aussendienstler und Urlauber beginnt das Modell an dieser Stelle zur Farce zu werden. Das Modell wird dank Grundgebühren unwirtschaftlich. Stellen Sie sich mal vor, sie könnten nur noch mit einer Kundenkarte bei einer speziellen Marke tanken und müßten für diese Marke eine Grundgebühr bezahlen, dazu bekommen Sie eine Liste von Tankstellen, die Sie auch nutzen können, aber eine andere Marke haben. Kommen Sie in eine Gegend, in der diese Marke schwach ist oder ins nahe Ausland dann brauchen Sie eine andere Karte, einen anderen Tarif und so weiter.

Mit dem Stromer nach Tirol oder ins Savognin zum Skifahren? Na ja, nur mit viel Zeit diversen Apps (Achtung in der Schweiz unter Umständen mit Datenroaminggebühren am Handy!) einer Sammlung Karten, die alle im Monat „Brot fressen“? Mit dem Kofferraum voller Adapter?

Mal im Ernst. Das ist nicht Euer Ernst.

Warum zahle ich nicht per Verbrauch? Warum wird das nicht über die monatliche Rechnung abgerechnet? Warum geht das nicht so einfach wie bei Tesla? Warum gibt es keine Prepaidkarte? Warum kann ich nicht einfach überhaupt mit App, EC- oder Kreditkarte zahlen?

Ich bleibe bei meinem Beschißdiesel. Bleibt mir nichts anderes übrig….

 

Der Bürger will mitreden

2844 Unterschriften für ein Bürgerbegehren in weniger als zwei Monaten. Ohne Lobby, ohne viel Geld, bei teilweise unter -15 Grad.

Das nenne ich mal einen Erfolg für die Demokratie. Die Bürger in Neu-Ulm haben deutlich signalisiert das sie über grundlegende Dinge gefragt werden wollen. Die bayerische Verfassung sagt ganz deutlich in Artikel 7:

Der Staatsbürger übt seine Rechte aus durch Teilnahme an Wahlen, Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden sowie Volksbegehren und Volksentscheiden.

Das die CSU, selbsternannter „Hüter der bayerischen Verfassung“, da „Probleme“ sieht ist ganz klar. Plebiszitäre Elemente sind nur zur Zustimmung erwünscht. Das ist Demokratie in einem realsozialistischen Kontext.

Oberbürgermeister Noerenberg hat ganz klar gesagt, das Thema wäre „zu komplex für den Bürger“.
Der Bürger verstand: „Sie sind zu doof das man sie mitentscheiden lassen kann“

Gut, es ist Aufgabe des Stimmbürgers sich vor der Entscheidungsbildung zu informieren. Es ist auch Aufgabe der Verwaltung dem Bürger die Daten zur Verfügung zu stellen. Dazu gehört auch, die Folgen verständlich darzustellen. Was ändert sich? Was geht jetzt das vorher nicht ging? Was muß die Stadt neu schultern?

Eine vom Bürger bezahlte Propagandawebseite ist auch da kontraproduktiv. Der Bürger mag oftmals uninformiert und leider auch zu oft gleichgültig sein – doof ist er nicht und wenn er für doof verkauft wird merkt er es.

In der Stadt Neu-Ulm merkt er es aber langsamer als woanders, denn unsere Breitbandgeschwindigkeit ist immer noch niedriger als die in den Karpaten (!) Leider kein Witz. Aber der Herr Oberbürgermeister sagt ja, das würde der Markt regeln. Grundlegende Infrastruktur wie Breitbandinternet ginge ihn nichts an.

Ach ja. Sollten wir besser 2020 jemanden wählen den es interessiert. Es ist wichtig für die Zukunft unserer Kommune. So wichtig wie ein moderner ÖPNV, oder eine funktionierende Entsorgung.

Der Stadtrat hat sich mit 32 zu 10 Stimmen dafür entschieden den Bürger vor der Türe zu lassen. Wer sind diese 32 Räte? Das ist die CSU, das ist das Lobbybündnis „Bürger Pro Neu-Ulm“ und die klassische SPD. Die SPD, die immer dann rechts abbiegt wenn sie links blinkt. Dagegen steht der „Arbeitskreis Sozialdemokraten in der SPD“ wie z. B. Erich Krnavek, die Neu-Ulmer-FDP (nicht zu verwechseln mit der Lindner-FDP), die Freien Wähler und die Grünen. Das waren die zehn Gegenstimmen.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich positioniere mich derzeit nicht gegen oder für die Kreisfreiheit. Ich habe zu wenig Daten und bin daher noch unschlüssig.

Ich positioniere mich entschieden gegen ein Demokratieverständnis, welches nicht mehr zeitgemäß ist. Mit der Wahl geben wir unsere Stimme nicht mehr ab! Wir Bürger bestimmen einen Vertreter mit der Wahrnehmung unserer Interessen, weil wir uns nicht um alles selber kümmern können.

Wir Bürger entscheiden aber auch, wie weit dieses Mandat geht und wann es entzogen wird. Kapiert das, liebe Räte. Die „Kuschelzone der wichtigen Honoratioren“ ist Geschichte.

Was mich auch sehr enttäuscht hat, sind die Vertreter der „Spielklasse drüber“. Wenn ich von der Weissenhorner ÖDP mehr höre als vom Landrat und den Wahlkreisabgeordneten, dann ist das traurig. Unser CSU-Bundestagsabgeordneter (wissen Sie den Namen noch und was er im Bundestag so macht?) war -wie immer – nicht wahrnehmbar. Das ist er nur, wenn Vor-Wahlphase ist und er von allen Plakatflächen grinst..

Der Bürger hat der Staatspartei und ihren Blockflöten jetzt mal die Grenzen aufgezeigt. Das ist die wichtigste Erkenntnis bisher.

Es zeigt auch, was demokratische Räte und engagierte Bürger erreichen können, wenn einfach nur an das Gemeinwohl gedacht wird und nicht an überkommene Eitelkeiten oder Lagerdenken.

Ich finde es ist Zeit im Rathaus und im Landratsamt mal das Fenster zu öffnen und mal gut durch zu lüften. Der Muff des 20. Jahrhunderts muß raus und frischer Wind rein. Das Denken muß sich ändern. Kapiert das besser schnell. Nicht immer kommt ein „Neues Forum“ mit einem runden Tisch daher. Zur kommenden Kommunalwahl dürfen erstmal die „AfD“ und auch die „Linke“ antreten. Ich habe Umfragewerte, zwar mit hohen Schwankungen und nicht ausreichend hoher Fallzahl, aber ich gehe derzeit von mehr als zehn neuen Stadträten und mehr als zwanzig neuen Kreisräten aus, die von den politischen Rändern stammen.

Da kommt Sturm auf das Establishment zu. Wie verheerend der sein wird liegt alleine in der Hand der aktuell handelnden Personen.

Entscheidet Weise, es ist unter Umständen die letzte Wahl die ihr treffen könnt.

 

Wenn es uns betrifft wollen wir auch mitentscheiden

Die Stadt Neu-Ulm steht an einem Scheideweg. Bleibt es beim bestehenden Staus Quo oder soll die Stadt kreisfrei werden? Für das Erstere Szenario stehen Erfahrungen seit 1972 bereit. Was mit der Stadt und dem Restlandkreis im Falle einer Trennung passiert kann nur spekuliert werden. Belastbare Zahlen und Argumente liegen nicht auf dem Tisch.

Die Stadträte und der Oberbürgermeister wollen alleine entscheiden. Nicht einmal 50 Menschen wollen eine Entscheidung treffen, die unser Gemeinwesen für Jahrzehnte prägen wird. Es geht hier nicht um eine Straße oder einen einzelnen Protzbau. Es geht hier um Entscheidung von so großer Tragweite, daß es sowohl um die Zukunftsfähigkeit von Neu-Ulm Stadt und Land, als auch um den Geldbeutel jedes einzelnen Einwohners. Wir reden von Gebühren, Steuern, Eintrittspreisen, Beiträgen und dem Vorhandensein von Einrichtungen oder Infrastruktur – oder eben nicht!

Ganz deutlich: Vom Fötus bis zur Leiche, vom Ureinwohner bis zum Asylbewerber ist JEDER betroffen – ohne eine einzige Ausnahme!

Das darüber von nicht mal fünfzig Personen bestimmt werden soll, ist Demokratie im diktatorischen Sinn. Alle paar Jahre die Einheitsliste ankreuzen und ansonsten die Schnauze halten sollen, mag der Wunsch einzelner Räte sein wir sind hier aber nicht beim Wunschkonzert!

Da besonders von Mitgliedern wie Anhängern der CSU gerne die repräsentative Demokratie betont wird, möchte ich hier mal die Verfassung und einen CSU-Repräsentanten zitieren:

Artikel 7 der bayerischen Verfassung:
„Der Staatsbürger übt seine Rechte aus durch Teilnahme an Wahlen, Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden sowie Volksbegehren und Volksentscheiden.“

… und dazu der CSU Innenminister Joachim Herrmann:

“ Für den Innenminister ist das bayerische Modell einer ausgeprägten Bürgerbeteiligung ein absoluter Erfolg: „Wir haben mit den bayerischen Elementen direkter Demokratie sehr gute Erfahrungen gemacht. Die vielfältigen Mitwirkungsmöglichkeiten sind vielleicht auch ein Grund, warum es populistische Strömungen von rechts und links in Bayern schwer haben, Anhänger zu finden.“
Quelle: https://www.bayern.de/bayern-bei-buergerbegehren-bundesweit-an-der-spitze/   13. Juli 2017

Ich möchte mich an dieser Stelle nicht für oder gegen die Kreisfreiheit positionieren. Das geht zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht, weil mir valide Daten fehlen.

Ich will aber gefragt werden!

Daher unterschütze ich das Bürgerbegehren „Nuxit-so geht´s net„. Derzeit werden 2600 Unterschriften gesammelt, die zu einem Bürgerentscheid im Herbst führen sollen. 

Bitte unterstützen Sie das Bürgerbegehren mit Ihrer Unterschrift. Die Unterschriftenliste gibt es hier zum runterladen.

Bitte werben Sie auch in Ihrem Umfeld für ihre demokratischen Rechte.

Ausgefüllte Unterschriftenlisten können per Post an
Piratenpartei Neu-Ulm
Postfach 1273
89209 Neu-Ulm

geschickt werden, in einem verschlossenen Briefumschlag mit dem Kennwort „NUXIT“ in meinen privaten Briefkasten geworfen werden,

oder zum Wochenmarkt, Piratenstammtisch (Neu-Ulm, Illertissen und Ulm), bzw. Nuxit-Veranstaltung mitgebracht werden. Wir gewährleisten selbstverständlich Datenschutz.

Falls Sie meine Auffassung teilen und selbst mithelfen wollen, gelten die selben Kontaktdaten.

Pirat Willi Gasser hat für die Bürgerinitiative eine Mailingliste organisiert, auf der sich Interessenten austauschen können, klicken Sie dazu hier.
Per Twitter und aus Facebook finden Sie die Initiative auch.

„Unser Geld – Unsere Zukunft – Unsere Entscheidung“!

„Kundenfreundlichkeit“ bizarr – SWU zieht dem ORF den Stecker (Update: ORF wieder da)

+++UPDATE+++

Die SWU hat den ORF wieder eingeschaltet. Ausgekabelt werden ORF1 und ORF2 (Wien-Version) in SD-Qualität.

Es ist ein neuer Suchlauf notwendig.

Frequenz: 362 MHz (Kanal S28)
Symbolrate:6900 bei 256QAM
Senderkennung: „frei“

Natürlich kann man jetzt kritisieren, daß diese Information hier stehen muß während die offizielle Kanaltabelle der SWU das Thema verschweigt. Warum die Kennungsnicht ordentlich gepflegt ist, warum HD fehlt, wo ORFIII und ORF Sport Plus sind, warum ATV und Puls4 fehlen…..

+++UPDATE ENDE+++

 

Böse Überraschung am Wochenende. Wer am Samstag die Relegationspiele zur Champions League sehen wollte, oder den Saisonauftakt im Slalom in Levi (samt deutschem Sieg!), der sah als Kunde der SWU Telenet nur ein schwarzes Bild. Die Telenet hat den Stecker gezogen!

Seit dem 23.10. hatte die SWU einen anderen Programmplatz auf demselben Kanal für den ORF verwendet, mit der Kennung „frei“. Die Sache hat sich wie folgt zugetragen: Die SWU hat in den Tagen vor der Normumstellung auf dem freien Kanal die neuen Empfangsparameter programmiert. Nach diesen Tagen war die Technik “nicht telefonisch erreichbar“ und hat auch nicht auf Rückrufbitten reagiert. Ich habe es mehr als zehnmal probiert, sogar auf den Diensthandys! Der Fachmann nennt das: Urlaub….?

Die SWU Kundenhotline reagierte ab dem Umschalttermin erst hilflos weil uninformiert, dann mit dem Hinweis „es liefe ein Test“.  Halten Sie sich fest: Auf welchem Programmplatz der ORF jetzt zu empfangen war, wußten sie nicht. Die Neu-Ulmer Piraten wußten es und teilen es per Internet mit. Dieser Artikel wurde bereits über 5000mal angeklickt, zzgl. Twitter/Facebook/Email und Telegram-Gruppe. Die Hotline hatte damit trügerische Ruhe. Google half den Kunden ohne Warteschleife! Nach dem „Sabbatical“ der Techniker, hieß es dann: Kann weg, die nervenden Kunden beschweren sich nur vereinzelt. Wieder eine Arbeit weniger….

Die SWU teilt nun offiziell mit, daß man sich aus Qualitätsgründen bewußt dazu entschieden hat den ORF nicht mehr zu verbreiten. Die Begründung der SWU ist, daß nach umfangreichen Tests nicht mehr bei allen Wetterlagen ein einwandfreier Empfang gewährleistet wäre. Dem widerspricht die Aussage des Pfänder-Sendenetzbetreibers ORS! Weder die Sendeleistung, noch den Antennendiagramm wurde verändert, nur die Ausstrahlungsnorm. Dem widerspricht auch meine Beobachtung, nachdem in Ludwigsfeld und Lehr der Empfang unverändert gut ist. Mit einem legalen, leeren, originalen, für jedermann  frei verkäuflichen CI-Modul oder einem passenden Receiver sogar in HD und mit ORF III Kultur und ORF Sport plus! Die letzten beiden Kanäle standen bei der SWU monatelang als leerer Träger. Die Techniker haben die Umstellung damals auch nicht hinbekommen.
Das ist traurig.

Der ORF ist wie z. B. die ARD ein öffentlich-rechtlicher Sender und muß sein Programm frei ausstrahlen. Das macht die ARD sogar in weiten Teilen Österreichs, von unseren Beitragszahlungen finanziert übrigens.

Das die SWU das ORF-Signal direkt passend zum Sportwochende im Sinne der Kundenzufriedenheit abschaltet, ist an Zynismus nicht zu überbieten.

Während der „Testphase“ habe ich fast ständig ORF über die Telenet geschaut, bei schönem und schlechtem Wetter, bei Nebel, Helligkeit und Dunkelheit. Kein einziger Aussetzer war zu entdecken!
Wenn der SWU das nicht reicht, empfehle ich die Anschaffung einer passenden Empfangsantenne und/oder –kabel.
Diese sind im Fachhandel oder direkt bei Kathrein in Böfingen zu beziehen. Ich berate gerne. Ansonsten muß ich davon ausgehen, daß ich vorsätzlich falsch informiert werde und jetzt schon wieder gleiches Geld für immer weniger Leistung zahle. Da schwillt mir Schwabe der Kamm! So eine Vorgehensweise hat sich in den 80ern nicht mal der Staatsbetrieb  Deutsche Bundespost erlaubt!

Wenn die SWU von „Qualität im Sinne der Kunden“ spricht, ist das nur eine Verhöhnung der Kunden. Die Anzahl der Programme, die mit falscher Kennung, in falscher Version, mit falschen Parametern (daher Aussetzer) oder gleich ganz nur als Leerträger ausgestrahlt werden ist zweistellig, Tendenz steigend! Neue Programme werden generell verspätet (z. B. „RTL plus“), falsch (z. B. „Zee TV“ oder „Regio TV HD“) oder gleich gar nicht (z. B. „Schwarzwaldradio“) eingespeist.

Der ORF, einen Sendergruppe, die laut Untersuchung der BLM von 2015 (aktuellere Zahlen gibt es nicht) einen Marktanteil in Größenordnung von „Pro7“ hat, einfach abzuschalten ist ebenso dreist wie die Begründung dazu.

Das Angebot der SWU Telenet hat seit einigen Jahren, seit die SWU die Kopfstelle nicht mehr von Fachleuten betreiben läßt, stark nachgelassen. Neben der RAI müssen die Kunden seit vielen Monaten und anderem auch auf den Schweizer SRF verzichten, weil die SWU den Empfang fachlich nicht mehr hinbekommt. Zum Ausgleich dafür hat die Menge der Teleshoppingkanäle massiv zugenommen. Ich schweige hier mal höflich über das versehentlich monatelang unbemerkt ausgestrahlte Sekten-TV und zähle hier mal nicht die technischen Ausfälle von Telefon und/oder Internet auf. Zuverlässigkeit und Qualität sieht dann doch mal anders aus, bald auch bei Wasser und Strom?

Seit der Umstellung am 23.10. ist das Angebot der Stadtwerker nun im direkten Vergleich zwischen KDG-Vodafone, Unity Media und Astra endgültig das Schwächste! Dies setzt mittelfristig die Zukunftsfähigkeit des Breitbandausbaues in unsere Region aufs Spiel. Das ist nämlich dieselbe technische Infrastruktur, gebaut und geplant von denselben Technikern. Die Kunden stimmen per Kündigungsformular ab. Verträge sind hierzulande nicht unendlich.

Für Kommunalpolitiker ist jetzt der passende Moment um Angst zu bekommen.

Der Fall ORF ist nun die Nagelprobe ob die SWU ihre Kundenwünsche überhaupt noch ernst nimmt.
Was kommt nach RAI, SRF und ORF als Nächstes?

Direkte Folge ist nun, daß in den Wohnblöcken der Karlsbader Straße in Ludwigsfeld das Thema „Gemeinschaftsantenne“ auf die Tagesordnung kommt und das Wohnblöcke in der Egerstraße wenn Wechsel zur SWU 2018 auf Eis gelegt haben. Das sind nur zwei der Beispiele, die mir konkret bekannt sind und bereits eine dreistellige Anzahl von bezahlten Anschlüssen ausmachen, mit einem Vertragswert von annähernd 100.000 Euro!

ich habe den Eindruck hier wird nach dem Motto „Der Strom kommt aus der Steckdose, das Geld vom kommunalen Träger – Hauptsach dr‘ Urlaub isch zahld“ gearbeitet.

Die regionalen Fachhändler reiben sich die Hände und planen für das Weihnachtsgeschäft passende Produkte zu bewerben, Unity Media und Vodafone nehmen zusätzliches Geld für den Vertrieb ihrer Produkte in die Hand. Das schadet letztlich unserem Kommunalunternehmen. Kleine Ursache – große Auswirkung.

Ich kann nur hoffen, daß sich die SWU im Sinne ihrer Kunden und unseres kommunalen Versorgers noch eines Besseren besinnt!

Falls nicht findet am Samstag 9.12. ab 13 Uhr eine Veranstaltung zum Thema ORF und SRF-Empfang im Gasthof Adler in Aufheim statt. Kein Eintritt, jedermann ist herzlich willkommen.

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