Wenn es uns betrifft wollen wir auch mitentscheiden

Die Stadt Neu-Ulm steht an einem Scheideweg. Bleibt es beim bestehenden Staus Quo oder soll die Stadt kreisfrei werden? Für das Erstere Szenario stehen Erfahrungen seit 1972 bereit. Was mit der Stadt und dem Restlandkreis im Falle einer Trennung passiert kann nur spekuliert werden. Belastbare Zahlen und Argumente liegen nicht auf dem Tisch.

Die Stadträte und der Oberbürgermeister wollen alleine entscheiden. Nicht einmal 50 Menschen wollen eine Entscheidung treffen, die unser Gemeinwesen für Jahrzehnte prägen wird. Es geht hier nicht um eine Straße oder einen einzelnen Protzbau. Es geht hier um Entscheidung von so großer Tragweite, daß es sowohl um die Zukunftsfähigkeit von Neu-Ulm Stadt und Land, als auch um den Geldbeutel jedes einzelnen Einwohners. Wir reden von Gebühren, Steuern, Eintrittspreisen, Beiträgen und dem Vorhandensein von Einrichtungen oder Infrastruktur – oder eben nicht!

Ganz deutlich: Vom Fötus bis zur Leiche, vom Ureinwohner bis zum Asylbewerber ist JEDER betroffen – ohne eine einzige Ausnahme!

Das darüber von nicht mal fünfzig Personen bestimmt werden soll, ist Demokratie im diktatorischen Sinn. Alle paar Jahre die Einheitsliste ankreuzen und ansonsten die Schnauze halten sollen, mag der Wunsch einzelner Räte sein wir sind hier aber nicht beim Wunschkonzert!

Da besonders von Mitgliedern wie Anhängern der CSU gerne die repräsentative Demokratie betont wird, möchte ich hier mal die Verfassung und einen CSU-Repräsentanten zitieren:

Artikel 7 der bayerischen Verfassung:
„Der Staatsbürger übt seine Rechte aus durch Teilnahme an Wahlen, Bürgerbegehren und Bürgerentscheiden sowie Volksbegehren und Volksentscheiden.“

… und dazu der CSU Innenminister Joachim Herrmann:

“ Für den Innenminister ist das bayerische Modell einer ausgeprägten Bürgerbeteiligung ein absoluter Erfolg: „Wir haben mit den bayerischen Elementen direkter Demokratie sehr gute Erfahrungen gemacht. Die vielfältigen Mitwirkungsmöglichkeiten sind vielleicht auch ein Grund, warum es populistische Strömungen von rechts und links in Bayern schwer haben, Anhänger zu finden.“
Quelle: https://www.bayern.de/bayern-bei-buergerbegehren-bundesweit-an-der-spitze/   13. Juli 2017

Ich möchte mich an dieser Stelle nicht für oder gegen die Kreisfreiheit positionieren. Das geht zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht, weil mir valide Daten fehlen.

Ich will aber gefragt werden!

Daher unterschütze ich das Bürgerbegehren „Nuxit-so geht´s net„. Derzeit werden 2600 Unterschriften gesammelt, die zu einem Bürgerentscheid im Herbst führen sollen. 

Bitte unterstützen Sie das Bürgerbegehren mit Ihrer Unterschrift. Die Unterschriftenliste gibt es hier zum runterladen.

Bitte werben Sie auch in Ihrem Umfeld für ihre demokratischen Rechte.

Ausgefüllte Unterschriftenlisten können per Post an
Piratenpartei Neu-Ulm
Postfach 1273
89209 Neu-Ulm

geschickt werden, in einem verschlossenen Briefumschlag mit dem Kennwort „NUXIT“ in meinen privaten Briefkasten geworfen werden,

oder zum Wochenmarkt, Piratenstammtisch (Neu-Ulm, Illertissen und Ulm), bzw. Nuxit-Veranstaltung mitgebracht werden. Wir gewährleisten selbstverständlich Datenschutz.

Falls Sie meine Auffassung teilen und selbst mithelfen wollen, gelten die selben Kontaktdaten.

Pirat Willi Gasser hat für die Bürgerinitiative eine Mailingliste organisiert, auf der sich Interessenten austauschen können, klicken Sie dazu hier.
Per Twitter und aus Facebook finden Sie die Initiative auch.

„Unser Geld – Unsere Zukunft – Unsere Entscheidung“!

Was denkst du?