…und wir hatten die Pest an Bord

Ich melde mich wieder zurück an Deck! Ein Virus hatte mich neben anderen Piraten umgeschmissen und an der politischen Arbeit gehindert. Es geht gerade um, einige sind noch im Krankenstand. Ich bin ab sofort wieder da.

Unser Infostand auf dem Neu-Ulmer  Freihandelsabkommen TTIP am Samstag, den 27. September vormittags findet natürlich statt. Wir freuen uns über Ihren Besuch.

Während meiner Abwesenheit habe ich mich selbstverständlich informiert gehalten. Schon wieder hat ein Mitglied des Neu-Ulmer Stadtrates die Farben gewechselt. Christa Wanke von der CSU hat das Angebot der FDP angenommen. Herr Schömig freut sich über die Stimmen der beliebten Frau Wanke. Ich finde gleich  mehrere Sachen daran bedenklich. Was muß in diesem Gremium für ein Umgangston herrschen, wenn sich gleich mehrere Räte „gemobbt“ fühlen und die Partei wechseln? Hatte nicht der OB im Wahlkampf  ein anderes politisches Klima zusagesagt? Nun, es scheint ein anderes Klima zu herrschen, nur eben nicht besser. Ich finde es bedenklich von den leitenden politischen Köpfen sich für die nächste Wahl schon Stimmen einzukaufen um das eigene politische Überleben zu sichern. Ich finde es auch bedenklich, alle paar Jahre seine Partei und damit seine Überzeugungen zu wechseln.

Wenn man welche hat.

Womit wir bei uns Piraten selbst wären. Möglicherweise haben Sie was von einer Austrittswelle gelesen und das wir unser wichtigstes Gesicht verloren hätten. Stimmt nicht. Marina Weisband ist und bleibt wohl da. Auch hat es in Neu-Ulm nie eine Austrittswelle gegeben, leider auch nie eine Eintrittswelle. Da unser Kreisverband als einer der urpiratigsten überhaupt gilt, hatten wir auch nie ein größeres Problem mit sogenannten „Progressiven“.  „Progressive“ sind ein buntes Völkchen sehr LinkerInnen, die ein amibivalentes Verhältnis zu Demokratie und Menschenrechten teilen und ein großes Problem mit Andersdenkenden haben. Man findet dort unter anderem Radikalfeministen, militante Antifaschisten, Anarcho-Syndikalisten, Antideutsche und andere kleine Politsekten ohne eigenen Gratiskopierer.  Ein großer Anteil der sogenannten „Gates“, also unserer Skandälchen, geht auf  „Progressive“ zurück. Entweder haben sie ein „Gate“ daraus gemacht, oder waren gleich selbst das „Gate“. Dieser ganze unterirdische Umgang in Teilen der Parteiuntereinander hat mit deren Eintrittswelle (geplant? zufällig?) begonnen. Ich erinnere mich mit Grausen an unangemessene Latschen als Hauptthema in Talkshows, Hartz4-Ich-AG-Funktionäre, 3.-Reich-Vergleiche, Kriegsverbrecherverherrlichungen, Mißbrauch unserer Struktur für Privatscharmützel, Gewalt gegen Andersdenkende, Gewaltverherrlichung und so weiter…. Die Menschen verlassen nun die Piratenpartei. Die Mitglieder haben auf dem vergangenen Bundesparteitag gezeigt, daß wir von Shitstorms, Lauers, Gates und dem ganzen anderen verhaltensauffällige-Kleinkinderbenehmen-Mist die Schnauze voll haben.

Aus diesen Menschen besteht die sogenante „Austrittswelle“. Es wird keine große Welle, diese Menschen sind zwar laut, aber zahlenmäßig nur Wenige. Bisher habe ich keinen Namen gelesen um den es mir leid tut.
Ein Troll der andere Menschen mobbt, ein bekennender Nichtdemokrat, eine zeigefreudige Damen die sich von vermummten Typen mit Steinen und Brandsätzen „den Rücken politisch freihalten läßt“.

Mehr so: Endlich, warum nicht schon vor zwei Jahren! Dann wären wir jetzt im Bundestag.

In Neu-Ulm ist es so, wie es jetzt wieder bundesweit wird: Es ist uns egal was Du bist und wo Du herkommst, solange Du unsere Ziele teilst. ZielE! (Mehrzahl!)Auch diese Shitstormkultur und dieses menschenverachtende Getrolle haben diese Leute mitgebracht. Sie mögen diese Kultur auch bitte wieder mitnehmen. In Neu-Ulm hatten wir mal einen Troll und einen sog. „Progressiven“. Die Mitglieder des Kreisverbandes haben diese Personen schnell abgeschüttelt. Die Beiden haben keinen zum Mitzerstören gefunden, sind wieder gegangen und warten in der politischen Versenkung auf die nächste Möglichkeit ohne großen Arbeitseinsatz an den Fleischtopf zu kommen. In Ulm verlief das ähnlich. Andere Gliederungen hatten -größtenteils dank Versäumnis und/oder falscher Toleranz-  nicht dieses Glück und leiden bis heute unter der schlimmsten Folge, die einer politischen Partei zustoßen kann: Vertrauensverlust!

Wir werden uns in den kommenden Jahren mit harter Arbeit dieses Vertrauen wieder erarbeiten. Denn wir haben ausser einen freien Zugang zur Politik zu bieten, auch eine super stressfreie  Kameradschaft, Transparenz und Netzwissen – darüberhinaus auch ein sehr wählbares Programm für das es sich lohnt zu engagieren.

Ich darf Ihnen versichern: Wir bleiben Ihnen in Neu-Ulm und auch in Ulm erhalten, Sie brauchen sich auch wohl auch nicht an andauernd neue Gesichter zu gewöhnen und Überläufer aus der Führungsriege anderer Parteien hatten wir noch gar keinen in der Geschichte des Kreisverbandes. Kann ich mir auch nicht vorstellen. Wir haben Konvertiten nichts anzubieten. Pöschtle mit viel Ehre haben wir nicht. Arbeit hätten wir. Reichlich.

Ich hoffe wir sehen uns auf dem Anti-TTIP-Stand. Ich freue mich drauf mit Ihnen zusammen zu politisieren.

Was denkst du?