Schnelles Internet in Ludwigsfeld – die Nagelprobe

2002 wurde der Euro eingeführt, auch in Ludwigsfeld.
2002 war auch das Jahr, als die Bürger erstmals gegen die schlechte Internetverbindung im Stadtteil aufbegehrten. Nun haben wir 2015 und nichts hat sich geändert! Nicht nur in Ludwigsfeld, auch andere Stadtteile sitzen nicht an der Breitbandverbindung sondern bekommen die Daten per Sanduhr geliefert.

Oberbürgermeister Noerenberg hat auf der vergangenen Bürgerversammlung in Ludwigsfeld erklärt was er dagegen unternehmen will.

NICHTS!

Die Aussage Landkreis und Stadt könnten den Telekommunikationsanbietern keinen Druck machen ist schlichtweg ein Märchen. Ich sage Ihnen gerne was man denn machen könnte, wenn man denn wollte:

Die SWU Telenet als „volkseigenes“ Unternehmen dazu bewegen die Leitungen und Kabelverzweiger zu verlegen und aufzubauen. Die dazu benötigen Finanzmittel stellen die Kommunen direkt oder per Bürgschaft. Das ist leider notwendig, da die SWU wegen der politisch gewollten aber völlig unwirtschaftlichen Kraftwerke in Norddeutschland finanziell mit dem Rücken an der Wand stehen und bereits mit Bürgergeldern alimentiert werden.
Die SWU kann die Leitungen dann entweder selbst vermarkten, oder an andere Anbieter (M-net, Telefonica, Telekom) zu staatlich regulierten Preisen zu vermieten. Die Kommune bräuchte sogar nicht mal die SWU als Krücke, es ist sogar staatlich forderungswürdig selber zu buddeln.
Die wäre es mit einer zentralen städtischen Leitung und kostenlosem Freifunk für alle Ludwigsfelder?
Ja, das ginge und wäre ungefähr so billig wie eine Ampelanlage. Aber ist irgendwas passiert?

Nein!

Obwohl doch…. Die Eigentümer der Häuser im Ludwigsfelder Süden und im Oberfeld kriegen die „besseren“ Wohnungen und Häuser fast nicht mehr vermietet. Erzählen uns die Eigentümer selbst.

Die SWU Telenet hat nun im Rahmen der Fernwärmesanierung einige Straßen (darunter Allgäuer- und ein paar wenige Häuser an der Memminger Straße sowie in der Nebengasse mit zumindest 50 Mbit/s angeschlossen. Wenn das Neubaugebiet „Ulmer Hofgut“ nicht ebenfalls an die SWU angeschlossen wird drohen dort Datenraten von 1-2 Mbit/s. Zur Info: Ab 50 Mbit/s spricht man von einer „Breitbandversorgung“. Diese 1-2 Mbit/s werden dann noch von den Bewohnern der Breslauer-, Karlsbader-, Danziger- und Königsberger Straße angeknapst. Die Leitung nach Ludwigsfeld wird ja nicht von alleine dicker nur weil mehr Anschlüsse daran hängen.

Wir Piraten stehen Ihnen und allen Kommunen in Stadt und Kreis gerne mit Rat und Tat zur Seite und helfen wo wir können.

Was denkst du?