Leserpost

Heute früh erreichte meine Kontaktmailadresse folgender Brief, den ich Ihnen und uns Piraten nicht vorenthalten möchte. Schade nur, daß die Angesprochenen (Einzelfälle) ihn wohl weder lesen noch reflektieren werden. Ich habe aber die Hoffnung, daß die schweigende und lesende Mehrheit den Einzelfällen nicht wie bisher nur zusieht und auf Einsicht hofft, sondern aktiv gegen diese von sehr wenigen verursachte negative Aussendarstellung vorgeht. Wir werden gewünscht und – wie man den Medien jeden Tag entnehmen kann – auch dringend gebraucht. Das dürfen wir nicht aufs Spiel setzen. Es gibt keine Ersatzpiratenpartei im Kofferraum und in der Politik gibt es ohnehin keine zweite Chance. Versemmelt ist versemmelt.

Ohne Piraten würde es in dieser Republik bereits jetzt sehr viel kälter und ungemütlicher aussehen. Wenn es in ein paar Jahren eine flächendeckende Überwachung, mehr soziale Kälte und einen wuchernde Sicherheitsbehörde gibt ist das nicht nur die Schuld oder einführenden Regierung sondern in genau so großem Ausmaß all derer die es besser wussten aber nicht verhindert haben.

 

Ahoi Piraten,

habe vieles über die Piraten gelesen, gehört und persönliche Erfahrungen gemacht. Ich finde das Grundsatzprogramm, den Mut die eingefahrene politische Struktur anzugreifen und die Möglichkeit in der Basis mitreden zu können, toll. Transparenz und Offenheit in einer verlogenen Welt sind sehr wichtig. Was ich aber nicht verstehe, ist die anscheinend unterschiedliche Auffassung der Wörter TRANSPARENZ und ÖFFENTLICHKEIT. All das Geschimpfe von Piraten über Piraten ist extrem peinlich. Ähnlich wie bei den Promis, die ihren Trennungskrieg über das Fernsehen auszutragen. Die Piraten sollten ihre unterschiedlichen Meinungen lieber, wie Erwachsene im betroffenen Kreis und nicht in der Öffentlichkeit austragen. Für mich sind solche Leute rufschädigend für die Partei. Die Wähler, wir, lesen das und kennen keinen Hintergrund für solche negativen Meldungen. Es wundert mich nicht, dass die Bevölkerung unsicher wird und die Partei, die einst als Hoffnungsschimmer galt, immer mehr an Stimmen verliert.

Transparenz bedeutet für mich, meine Meinung zu äußern, dann in der Partei aufzuarbeiten und das Ergebnis mit all seinen durchlaufenen Anschauungen dann öffentlich bekannt zu geben. Momentan sieht es für mich so aus als würde ein Pirat, der gekränkt ist, gleich wie ein kleines Kind zur Presse zu laufen, um der was zu stecken. Mensch Piraten!

Es ist toll, dass jeder Mensch, egal aus welcher Schicht und mit welchem Hintergrundwissen, mitmachen kann. Klar ist, dass bei so unterschiedlich zusammen gewürfelten Menschen es sehr schwierig ist, zu einem gemeinsamen Nenner zu kommen. Aber genau das wäre das, was die Partei einzigartig machen würde.

Mit gut gemeinten, freundlichen Grüßen

Christa Rößner

 

Danke für die Erlaubnis zur Veröffentlichung.

 

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3 Kommentare

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    „Ich finde das Grundsatzprogramm, den Mut die eingefahrene politische Struktur anzugreifen und die Möglichkeit in der Basis mitreden zu können, toll“

    Die Piraten erdrosseln sich doch gerade mit ihreren eigenen politischen Fallstricken. Sie haben sich die gleiche Struktur übergestülpt die den etablierten Parteien seit Jahrzehnten die Luft zum Denken nimmt.
    Zu viele aus CSU/SPD/FDP/Grüne usw sind in euere Boote gewechselt und machen hier so weiter wie sie bei den anderen aufgehört haben. BlaBlaBla.
    Eure Basis? Ich war auf 2 sogenannten Stammtischen in Bayern. Bei mir daheim ist mehr los.
    Tut mir leid – aber das Schiff ist im Trockendock verfault.

    Schade. Die Idee war gut.

Was denkst du?