Kommunistennazis!

Zuerst ignorieren sie Dich ! Dann belächeln sie Dich ! Dann bekämpfen sie Dich ! Und dann, dann besiegst Du sie ! (Mahatma Ghandi)

Genau. Ersteres hatten wir bis 2009, Phase 2 ging bis Berlin, Phase 3 bis Saarbrücken.

Willkommen in Phase 4!

Wie kann man Piraten bekämpfen?

Anarchisten, Chaoten, Dilettanten? Langt nicht. Das hat der Wettbewerb auch schon gemerkt. Man muß die Piraten dort treffen wo es weh tut. Der ungebremste Mitgliederzuwachs (bei uns 50%plus seit Berlin) führt dazu, daß unsere Strukturen überfordert sind. Diese Überforderungen führen dazu, daß die Stützbalken langsam zu knirschen anfangen. Unsere wenigen, voll bezahlten Mandatsträger (19 Leute bundesweit soweit ich weiß) arbeiten über dem Limit. Das ist bekannt. Überarbeiteten Menschen kann man gerne mal eins mitgeben, mit ein wenig Glück bringt man sie damit auf die Titelseite der BILD-Zeitung. Manchmal merkt man unsere Naivität im Umgang mit der Presse. Afelia und beapirate liegen mir schwer im Magen.

Das reicht aber noch nicht um den Laden zum kochen zu bringen.

Also holt man die Keule raus. Funktioniert zuverlässig bei allen neuen politischen Emporkömmlingen.

»In jeder Partei gibt es ›10 Prozent Idioten‹ (Gregor Gysi)

Stimmt vermutlich auch bei uns. Aktuell haben wir 27.000 Mitglieder, macht statistisch 2.700 Idioten. Wären alle diese Idoten Rechte, dann wäre unser rechter Flügel fast halb so groß wie die ganze NPD. Wären alle Idioten Kommunisten, dann könnten wir die DKP direkt übernehmen.

Ja, es gibt in der Piratenpartei Spinner, wie bei allen anderen Partien und Wählervereinigungen auch. Vermutlich weder mehr noch weniger davon.

Eins ist falsch: Die Piratenpartei hat definitiv kein Extremistenproblem!  

Wir sind zu groß und zu geschlossen, damit irgendein rechter Spinner in unserer Partei länger als einen Wimpernschlag Relevanz bekommen kann. Wenn ich Veröffentlichungen der vergangenen Woche nüchtern lese, habe ich langsam den Verdacht man möchte uns nur beschäftigen und vom Wahlkampf abhalten. Wir werden die Bestätigung dafür nach NRW+SH bekommen. Ich werdet sehen.

Wenn überhaupt, dann stehen wir Extremisten auf der Linken und religiös-begründeten Seite viel zu gleichgültig gegenüber. Es kann nicht sein, daß wir uns mit der Linken und den Grünen drum streiten wer mehr und entschiedener dagegen ist, während in der Fußgängerzone Häkelmützchenträger ihre widerwärtige Ideologie unter dem Deckmäntelchen der Religion verbreiten dürfen ohne das eingeschritten wird. Was würden die Häkelmützchenträger wohl mit Menschen wie Afelia machen, wenn diese Gruppe in Deutschland zahlenmäßig relevant wäre? Aber nein, wir suchen lieber Träger verdächtiger Klamottenmarken, durchsuchen das Internet nach zweideutigen Aussagen von Mandatsträgern. Kommende Woche ist der 1. Mai. Der Tag, an dem die „Antifaschisten“ in Berlin und anderswo Städte progressiv mit Steinen, Molotowcocktails, Baseballschlägern und anderem Werkzeug umgestalten. Das werden dann auch die Supermärkte antifaschistisiert (also ausgeräumt, auch eine Antifaschistin ist gerne hübsch mit Maybelline Jade) und Beamte oder andere Normalos bekommen ein wenig Antifaschismus eingeprügelt. Unsere „Antifaschisten“ hier kommen mir manchmal vor wie Linksextremisten, die nur gerne Leute verprügeln und Randale machen. Fußballrandale ist zu langweilig, Salafis zu gefährlich, andere Minderheiten zu wenig gesellschaftlich akzeptiert, dann hauen wir Glatzen bis sie platzen. Wenn grad keine da sind, definieren wir Nazis einfach neu und schon gehen sie uns nie aus.

Wer überall Rechte sieht, schaut selber von ganz weit links (Swen Kuboth, darf zitiert und geklaut werden)

Wie positionieren wir uns dagegen?

Lichterketten? Twitterbomben? Menschenkette? Gegendemo? Gar nicht?

Ich schau mir mal an, was unsere Berliner da machen und ich werde genau schauen was auf dem Bundesparteitag abgeht.

Übrigens:

Kommunistennazis gibt es wirklich! 

Was denkst du?