Keine Privatisierung von Trinkwasser!

Die Finanzmakler haben in Zeiten der Krise etwas Neues zum Zocken gefunden.

Trinkwasser!

Aufgrund strenger Regularien waren Wasserversorger für Bänker sowas wie der Anfängerbereich. Stabile Verhältnisse, langfristige Verträge, strenge Auflagen. Nichts für Zocker.

Das änderte sich

– mit der schlechten Finanzlage der Kommunen denen das Geld für den Netzunterhalt fehlte

– gekürzten/umgeschichteten Entwicklungshilfebudgets

– Der weiteren Deregulierung der Finanzmärkte

– Des Zusammenbrechens der Derviatblase

– und nicht zuletzt Dank der Nahrungsmittelkonzerne , speziell Nestlé

Dieser brachte in Entwicklungsländern sauberes Wasser in Plastikflaschen auf den Markt mit dem zynischen Namen „Pure Life“. Das verkauft sich dann gut, wenn kein sauberes Wasser zur Verfügung steht. Warum sollten arme Menschen sonst Geld für Regen in Flaschen ausgeben? Vom nicht recycleten Plastikmüll rede ich mal noch gar nicht.

Wasser ist zwar nicht so sexy wie Öl, Gold, oder Schiffsbeteiligungen, aber in der Boni-Not frisst auch der Investmentbänkster Fliegen.

Das Ausmaß dieser Geschäfte macht sich in ärmeren Ländern bereits umfassender bemerkbar als bei uns. Die Privatisierung der Wassernetze geht aber auch bei uns voran.

Ich kann den Gedanken nicht ertragen, daß eine Heuschrecke an unserem Trinkwasserpreis dreht, oder an irgendwen das Netz (was wir aus unseren Steuergelder bezahlt haben) vermietet.

Vergessen Sie nicht: Die Jungs, die unsere Staatsschulden finanzieren sind dann auch die Jungs, denen unsere Lebensgrundlagen gehören. Sagt Ihnen der Spruch „Wer zahlt schafft an“ was? Unsere Demokratie ist keinen Pfifferling wert, wenn chinesisches Staatsgeld, arabisches Ölgeld und amerikanische Pensionsfondsgelder den Takt angeben.

 Wir Piraten sagen: Netze in Nutzerhand!

Daher unterstütze ich eine EU-Initiative zu diesem Thema. Unter diesem Link können Sie eine entsprechende EU-weite Peitition mitzeichnen:

https://signature.right2water.eu/oct-web-public/

 

PS: Soeben lese ich, daß der chinesische Staatsfonds größter Aktionär bei Daimler werden möchte.

Was denkst du?