Internetverbindung im Wiley

Die Bürgerversammlung im Wiley brachte es -mal wieder- an den Tag:

Zwei Bürger kritisierten den langsamen Internetzugang im Wiley. Der Fachbereichsleiter Bürgerdienste der Stadt, Stephan Endres, bezeichnete das Wiley als “bestversorgter Stadtteil”.

Wer hat nun recht?

Beide – und genau das ist das Problem!

Im Wiley haben wir:

– 100 MBit-LTE von Vodafone- 32 MBit von Kabel Deutschland
– 32 MBit von SWU Telenet
– 6-10 MBit über Kupferleitung von Telekom/Maxi-DSL/Arcor-Vodafone/1&1

Hört sich gut an – ist es aber nicht. Wenn wir die gedrosselten Zugänge weglassen, dann bleiben:
– 32 MBit über Breitbandkabelfernsehen von SWU Telenet- 6-10 MBit Kupferkabel der Telekom

Haken: SWU Telenet ist nur in einigen Straßenzügen bestellbar. Bleibt also nur die veraltete Telefonleitung übrig, die sich -brandbreitentechnisch- das Wiley auch noch mit Ludwigsfeld teilen muß. Für die Hochschule hätte das nicht annähernd gereicht, deswegen ist diese durch eine Extraleitung an das besser versorgte Vorfeld angeschlossen.

Eine anständige Bandbreite ist für junge Familien und Unternehmen sowie Gründer eine zentrale Infrastrukturvorraussetzung, damit hängt der Wert von Grund und Immobilie auch davon ab. Lassen Sie die Internetverbindung nur mal zu einem 3%igen Wertverlust führen – da sind fast Millionwerte weg. Das neue Baugebiet in Ludwigsfeld soll auch an diese Kupferleitung angeschlossen werden. Das kann was werden. Die Beschwerdemails wird die Stadt zumindest nur stark verzögert bekommen…. Es soll sich keiner trauen, als Alternative, Mobilfunk oder gedrosselte Zugänge vorzuschlagen: Das ist wie “Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen”.

Von den aktuellen Stadträten geht kein Impuls an die Verwaltung aus. Für die ist alles “voll supi”. Ist es aber nicht – es ist nur woanders noch dürftiger.
Die 50 MBit/s ungedrosselten Zugang – Die neue Bundesregierung nimmt diesen Wert als neuen Richtwert für „versorgt“ erreicht Neu-Ulm nur in einzelnen Haushalten mit Spezialzugängen. Der Einsatz der neuen Beschleunigungstechnik „Vectoring“ ist für Neu-Ulm nicht geplant – auch nicht mittelfristig.

Ich bin nicht der Meinung, daß sich die Stadt beim Breitbandausbau die passive Haltung weiter leisten kann. Ich werde mich weiter mit aller Kraft für ein Glasfaserkabel im ganzen Stadtteil einsetzen und für den schnellstmöglichen Ausbau im ganzen Stadtgebiet. Bandbreite ist Infrastruktur, ist Wertschöpfung und Werterhaltung.

Was denkst du?