Donaubad Wonnemar: Geplanter Übergang statt Kurzschlußreaktion

Die Ulmer SPD möchte den Pachtvertrag zwischen den Kommunen und den aktuellen Pächtern fristlos kündigen. Zuviel Vorfälle, aktuell der Streit um die Öffnungszeiten. Der aktuelle Betreiber Interspa dürfte mit der Situation auch unzufrieden sein.

Mit dem Ende der früheren Zusammenarbeit, (Stichwort:Stichler) wurde Besserung versprochen. Wenn man „Besserung“ definiert wird mit „nicht ganz so übel wie vorher“ dann hat das auch geklappt. Tatsächlich hat man statt einem großen Wurf eine Billiglösung gefunden. Statt einer Sanierung auf den aktuellen Stand des Bad-Business gab es eine Sparsanierung von allem was sich nicht mehr vermeiden lies.

Nach der langen und angeblich großzügigen Sanierung sah man immer noch verrostete Schlösser, fehlende Kacheln und der Thermal-Wellness-Bereich war zum lauten lauwarmen Babybad mutiert. Das reicht im Wettbewerb um mit dem „Bad Blau“ sowie dem „Nautilla“ gerade noch mithalten zu können.
Um auswärtige Besucher in die Stadt ziehen, Übernachtungen zu generieren oder für eine Belebung des lokalen Handels zu sorgen reicht es nicht. Beweis: Schauen Sie mal die Nummernschilder auf dem Parkplatz an. Das war früher mal ganz anders.

Drei Auswege stellen sich mir dar.
1. Das Drama ein für allemal beenden und das Eurograb zu schließen.
2. Das Bad als Billigbad zu positionieren und sich auf Freibadbetrieb mit Schwimmhalle sowie Schulen und Vereine zu konzentrieren.
3. Geld in die Hand nehmen und es richtig machen.

Wie sowas geht zeigt uns die Wund-Gruppe mehrfach in Deutschland, auch in finanziell vergleichbaren Umgebungen und in ihrem Vorzeigebetrieb sogar OHNE EINEN CENT ZUSCHUSS!

Hier mal drei Links zum genießen:
Seite des Vorzeigebades
Artikel der Heimatzeitung
Artikel der Süddeutschen

Meine bevorzugte Lösung ist „Gscheit oder garnet!“. Man sieht ja jetzt: „Wer spart zahlt doppelt“. Immerhin gäbe es kein vergleichbares Angebot. In Baden-Württemberg, Bayern, Tirol, Vorarlberg und der Ostschweiz müsste sich das Bad nur mit Erding und Wörishofen messen lassen. Das ist schaffbar. Es wäre sogar möglich Stuttgarter, Augsburger und die ganze Ostalb bis Franken anzuziehen.

Was ich rundweg ablehne sind Kurzschlußhandlungen auf Kosten der Bürger. Ein Konzept, ein Budget und das dafür notwendige Personal müssen erst mal her. Das geht nicht von jetzt auf heute. Ich gebe aber zu: Als Forderung im Rat macht es sich gut.

Gut gemeint ist aber das genaue Gegenteil von gut gemacht!

Was denkst du?