Die Schwimmbadfrage

Seit seiner Eröffnung ist das neue Bad (aka. Atlantis) Diskussionsthema. In den rund 15 Jahren war fast jedes Jahr was los. Vom Hochwasser über Ärger mit dem Thermalwasser, Frust mit dem Betreiber, oder oder oder.

Langsam beginnt das Bad wieder zu funktionieren, Besucherzahl und Ertragszahlen  sind gemäß Veröffentlichungen zur Zufriedenheit der Beteiligten.

Nun möchten die Kommunen 5,4 Mio. Euro in die Sanierung stecken. Gut so, war mein erster Gedanke. Mit 5,4 Mio. kann man aber unmöglich alles sanieren (war mein zweiter Gedanke). Das reicht für frische Rostschutzfarbe und ein paar Ersatzteile, überspitzt gesagt.

Fakt ist: Das Bad ist nur noch lokal konkurrenzfähig. Das Titania in Neusäß wird derzeit neu geplant, das Uracher Bad ist im Wellnessbereich weit enteilt, mit den Rutschen holt man in der Ulmer Gewichtsklasse niemand hinter dem Ofen vor. Übertrieben? Vergleichen Sie selbst

Wenn das Bad nicht bald wieder morbiden Kleinstadtcharme mit angeschlossenem Geldgrab verbreiten soll, bleibt nur eine sinnvolle Strategie übrig:

– Trennung von Wellnessbad, Sauna und Familienbad nach Vorbild von Erding
– Erweiterung des Saunabereiches durch ein zusätzliches Innenbecken
– Neubau der Rutschenlandschaft
– Komplettmodernisierung des Thermalbereiches nach Vorbild von Wörishofen– Erneuerung noch nicht erneuerter Technik, inbesondere die Thermalwasseranlage
– Erweiterung des gastronomischen Bereiches
– Ermöglichung zusätzlicher Spa- und Wellnessangebote

Wenn man das noch mit einem Parkhaus statt einem Parkplatz und Übernachtungsmöglichkeiten kombiniert, dann ist ein Wellnesswochenende in Neu-Ulm wieder ein attraktives Angebot, von dem nicht nur der Tourismus sondern Handel und Dienstleistung profitieren.

Wo soll das Geld herkommen?

Mal ganz holzschnittartig: Wenn 5,4 Mio da sind, dann bekomme ich ganz locker 30 Mio. Kredit zu 1 bis maximal 2 Prozent auf 10-15 Jahre finanziert. Die derzeit niedrigen Zinsen machen das möglich.

Das zahlt die Eigentümergemeinschaft danach aus dem Gewinn wie einen Bausparvertrag ab.

Was für den Bürger hängenbleibt ist ein schönes Bad im Volksvermögen, eine prosperiendere Kommune und eine Steigerung der Attraktivität der Region, die weitere Investoren anzieht.

Beim Donaubad bin ich tatsächlich mal dafür zu klotzen statt zu kleckern. Das Donaubad Wonnemar muß für Badbesucher im Umkreis von 50 Kilometern die erste Wahl sein. Dann läuft das. Ich würde auch prüfen ob die Partnerschaft mit den Wonnemar-Leuten noch zielführend ist.

2 Kommentare

  1. 1

    endlich trennt man das thermalbad vom spassbad, wurde höchste zeit.

  2. 2

    endlich trennt man das thermalbad vom spassbad, wurde höchste zeit.

Was denkst du?