ORF-Empfang in Südbayern, Allgäu und Schwaben – so gehts!

Der Österreichische Rundfunk ist in vielen Regionen seit Jahrzehnten ein lieb gewonnener Sender in deutschen Fernsehern. Er bietet als einziger Sender den Ski-Weltcup und bietet mit seinen hoch qualitativen Nachrichtensendungen eine weitere Sicht auf das Weltgeschehen, die nicht durch propagandistische Interessen gefärbt ist. Viele mögen auch nur die Serien und Fußballübertragungen. Seit Leo Kirchs Zeiten versuchen deutsche Sender und Lobbyisten uns den Empfang madig zu machen und den ORF unter Druck zu setzen. Für uns Konsumenten heißt dies, das wir um einen freien Informationszugang im angeblich so freien Europa kämpfen müssen. So war das nicht versprochen!

Hier die Umstellungstermine für die Netzmodernisierung des ORF:

Süd- und Ostbayern: Schon passiert!
westliches Oberbayern, Allgäu, Schwaben, Bodenseeregion und Südschwarzwald: 23. Oktober 2017

Anleitung zum Empfang des ORF über Antenne

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Je suis Charlie, aussi!

Heute erschien in Deutschland die erste Ausgabe der Charlie Hebdo in deutsch.

Finde ich gut, mehr Vielfalt und ein unangepassetes Magazin mit loser Klappe tut Deutschland immer gut.

Wie gut, konnte ich heute beim Kauf sehen. Erst der Dritte Bahnhof-Zeitungsdealer wollte mir eine verkaufen. Der erste Händler stellte sich doof, der Zweite hatte sie angeblich „noch nicht da“, sie käme erst im Laufe des Tages aus der Zentrale. Soso. Muß wohl erst freigegeben werden. Der Dritte Zeitungshändler hatte sie dann gut versteckt vor den Augen der Kunden dann da und sie mir auf Nachfrage verkauft.
Der gleiche Zeitungsladen hatte linke, rechte und religiös-radikale Propagandablätten in reichlicher Auswahl in der offenen Auslage.

wp-1480575732884.jpg Dieses Verhalten wirkte etwas merkwürdig auf mich. Ich möchte an dieser Stelle nicht spekulieren (Ich habe das bei Twitter schon getan).

Die Zeitschrift kommt in Zeitungsdruck als Tabloidformat (Halbnordisches Format, für die Fachleute) für satte 4€ in einer Erstauflage von 200k.Sie umfasst 16 Seiten mit teilweise boulevardesquem Satz. Es gibt also viele großformatige Grafiken, keine Fotos und große Überschriften.

Der einzige Grund warum sich dafür 4€ rechtfertigen ist die völlige Abwesenheit von Werbung. Das ist für ein Satiremagazin in Deutschland meines Wissens einzigartig und sehr löblich.

Inhaltlich orientiert sich das Magazin sehr am französioschen Original, weniger was die Themen angebht, mehr am Stil. Man merkt einigen Texten durchaus an, daß die ursprünglich wohl nicht in deutsch verfasst wurden. Das sorgt aber für eine besondere Note und dürfte die frankophilen Leser ansprechen. Neben Satireartikeln und durchaus weitererzählenswerten Witzen finden sich auch investigative Themen wieder. Neben Atommüll in Frankreich „Wie uns die Atomlobby sauteuer zu stehen kommt“ geht es auch im Cyronik „Gott im Eisfach“ und in einem Artikel über die gesundheitlichen Spätfolgen des Anschlags auf die Zeitung „Wem die Stunde schlägt“. Das große Interview ist mit dem konservativen Bürgermeister der schwedischen Radidal-Öko-Gemeinde Växjö. Auch da kommt die Satire nur sehr subtil, das Interview ist sehr gut gemacht.

Da sitzen Menschen, die ihren Job verstehen. Ganz ohne Zweifel. Mit „Titanic“ und „Eulenspiegel“ ist „Charlie Hebdo“ nur eingeschränkt vergleichbar. Eigentlich dürften die Leser nur ihre Bildung und offene Geisteshaltung gemein haben. Ohne zuviel zu verraten, rate ich mal ein Exemplar zu erwerben und sich drauf einzulassen. Ob die Zielgruppe mittelfristig für einen kostendeckenden Betrieb ausreicht wird man sehen müssen. Ganz ohne Nachjustierungen sehe ich das nicht so.

Wenn das Magazin es schafft zur aktuellen, satirischen Stimme der Freiheit zu werden, dann hat sie eine Chance. Ich werde sie ihr geben.

 

 

Unsere Demokratie ist krank

Sie hat sich leider „Filz“ eingefangen und wenn sie sich nicht von alleine dagegen wehrt wird sie irgendwann dran sterben. Dieser Filz schwächt das Immunsystem der Demokratie gegen Feinde. Der Feind von Rechts oder Links kann nur geschwächte Immunsysteme befallen.

Der Filz kommt aber nicht von den Rändern, sondern aus der Mitte der Demokratie.

Genug philosophiert – Reden wir Klartext.

Der schwäbische Landtagsabgeordnete der SPD, Linus Förster hat eine Verfehlung begangen, die nicht im Zusammenhang mit seinem Mandat steht. Menschen fehlen, das ist menschlich. Er hat die Konsequenzen gezogen und ist aus der SPD ausgetreten und hat angekündigt sein Mandat aufzugeben. Das ehrt ihn, denn dazu war er nicht gezwungen. Nichtsdestotrotz ist der Schritt richtig und kommt wahrlich nicht zu früh.In der Vergangenheit sind Sozialdemokraten genauso wie Christdemokraten schon bei schlimmeren Verfehlungen im Amt geblieben.

Der größere Skandal ist aber etwas anderes. Ich zitiere an dieser Stelle die Augsburger Allgemeine vom 28.11.2016:

„Die wichtigste Aufgabe in den
nächsten Wochen sind die komplizierten
Verhandlungen über die
bayerische Bundestagsliste. Der
Schwaben-SPD droht der Verlust
eines Mandats. Förster hat die Verhandlungen
geführt. Doch in diesem
Punkt hat die Partei schon eine Lösung
gefunden: Ulrike Bahr wird die
Liste aushandeln, unterstützt von
ihrem Neu-Ulmer Bundestagskandidaten
Karl-Heinz Brunner.“

Interesssant: Dort, wo bei der Piratenpartei demokratische Wahlen und ein Auswahlprozeß stehen, bei dem die Bewerber vor allen Rede und Antwort stehen müssen, wird bei der SPD im Hinterzimmer eine Liste ausgekartelt. Wer weiß welche Interessensgruppen mitsprechen dürfen und ob nicht bei den „Verhandlungen“ sogar finanzielle Dinge eine Rolle spielen. Natürlich erfährt die Öffentlichkeit nie nach welchen harten und weichen Regeln so eine Liste ausgekuhhandelt wird. Wenn dann die „Genossen der Bosse“ alle Bedürfnisse befriedigt haben, darf das Abnickvieh, sogenannte Delegierte, den Schmu absegnen. Widerspruch führt da schnell zum Ende von hoffnungsvollen Parteikarrieren. Da wird dann kein Idealist was, sondern nur aalglatte Stromlinienpolitiker mit Karriereanspruch. Mit so wenig Rückgrat kann man dann auch als Partei-Linke und Sozialpolitikerin in der SPD ganz locker für Hartz IV stimmen.

Bei der CSU läuft das natürlich genau so. Während bei der SPD das Geschlecht schon wichtiger als die Qualifikation ist, muß bei der CSU auch unter anderem der Glauben herhalten. Zuviel Evangelen gehen nicht. Da hat der Herr Bischof was dagegen.

Haben Sie bei dem Zeitungsartikel auch bemerkt, daß die Presse an diesem Verfahren nicht mal Anstoß nimmt?

Sowas ist nicht die Krankheit der Demokratie, aber das Symptom! Der Bürger hat zu Recht das Gefühl vom demokratischen Prozeß abgekoppelt zu sein. Wenn dann noch die Taten in krassen Widerspruch zu den geäußerten Absichten stehen, dann dreht der Wähler diesem System den Rücken zu. Wir Piraten prangern das an, wir bieten maximale Transparenz in allen demokratischen Prozessen und komplette Beteiligung an. Bei uns gibt es keine Delegierten, jeder hat Zutritt, jedes Mitglied mit bezahltem Beitrag darf abstimmen.

Wenigstens soviel Demokratie darf ich von Parteien erwarten, welche das Wort „demokratisch“ im Namen haben.

Ein besonderer 9. November

Donald Trump ist zum Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika demokratisch gewählt worden. Wir stehen damit mal wieder an einem 9. November an einem historischen Wendepunkt. Die Welt bekommt einige Antworten auf längst gestellte Fragen.

Hat der Präsident der USA wirklich soviel Macht?

Sicher, er hat theoretisch die Macht die Welt mittels Atomkoffer binnen Minuten in eine unbewohnbare Wüste zu verwandeln. Die US-Verfassung gesteht ihm auch zahlreiche legislative Sonderrechte zu, die sich mit der deutschtypischen Variante des Demokratieverständnissen nicht vereinbaren lassen und er hat theoretisch die Mehrheit in beiden Parlamentskammern.

Zweifel sind dennoch angebracht.

In einem marktradikalen System hat nicht der Chef das Sagen, sondern derjenige welcher die Rechnung zahlt. Diese Tatsache hat schon der Obama-Administration die Agenda verhagelt.

Dazu kommt, daß die Staaten über ein kompliziertes System aus Nachrichtendiensten, die völlig am politischen System vorbeiarbeiten und ein unkontrollierter Staat im Staate geworden sind verfügen, Diese Dienste haben weltweit einen so großen Einfluß, daß sich unsere Politikerkaste nicht traut das Wort zu erheben. Stichwort NSA-Skandal. Diese Dienste wissen jetzt schon mehr über Donald Trump als er selbst.

Die Linksautoritäten in Deutschland reagieren auf Trump schon seit Wochen hysterisch und versuchen ihm propagandistisch ein Hitlerbärtchen anzumalen. Die Rechtsautoritären und Kapitalisten freuen sich, daß es „einer der ihren“ in das angeblich höchste Amt auf der Welt geschafft hat und jetzt dem Nahen, mittleren und fernen Osten mal zeigt wo der Bartel den Most holt.

Ich glaube sowieso alle Autoritären liegen falsch, so auch hier. Es ist völlig unklar was Trump in den USA jetzt wirklich umsetzt/umsetzen kann und in welche Richtung sich das Land verändert. Die weltweite Finanzpolitik ist seit Jahren auf einem Weg, der sich nur durch eine revolutionäre Umwälzung reparieren lässt. Es knirscht auf historischem Niveau im System und die Blase wird irgendwann platzen. Unklar ist nur noch ob dies durch Übertreibung passiert oder ob jemand eine Nadel an die Blase hält und vor allem wann das passiert. Passieren wird es unausweichlich. Die Fachleute streiten nur noch über Abläufe, Folgen und Auswege.

Davor müssen wir mehr Angst haben, als vor einem unkontrollierbaren Irren. Das ist Trump nämlich nicht. Als unkontrollierbarer Irrer kommt man nicht so weit. Die USA haben außerdem in Vergangenheit mehrfach gezeigt wie sie mit allzu revolutionären Präsidenten umgehen. Die werden traditionell von unpolitischen, wirren Einzeltätern erschossen. Die USA legen viel Wert auf ihre Traditionen.

In einigen Jahren werden wir in einer deutlich anderen Welt leben. Es ist jedoch nicht ausgemacht, daß es schlechter ist als heute. Nur anders. Im Gegensatz zu Clinton besteht für uns Deutsche in der Trump-Präsidentschaft eine Chance zu Veränderung und damit auch eine Chance auf Verbesserung wenn wir hier mal endlich anfangen unsere Hausaufgaben machen und uns zu emanzipieren. Unser Verhältnis mit den Amerikanern hat doofe, radikale und charakterschwache US-Präsidenten überstanden. Wir werden Trump auch überstehen, wahrscheinlich sogar besser als die USA selbst.

Keep cool and carry on.

Bürgerentscheid: Ein Sieg der Bürger

Die Bürger haben gesprochen und sie haben sich für den Erhalt der Geburtshilfestation in Illertissen ausgesprochen.
Die Analyse des Wahlergebnisses offenbart uns aber noch mehr Wählerwillen, der mich für die Zukunft des Landkreises optimistisch stimmt.

Die Bürger haben der Politik deutlich ins Stammbuch geschrieben, daß sie eine ortsnahe stationäre Versorgung wünschen und keine zentrale Klinik am Rande des Landkreises. Sie haben auch deutlich gemacht, daß sie Kreise und Städte für das Funktionieren des Systems in die Pflicht nehmen. Heimlichen Privatisierungsgelüsten der neoliberalen Kreispolitiker wurde ein deutlicher Warnschuß verpasst.

Es ist für mich eindeutig herauszulesen, daß die Neu-Ulmer sich den Service auch etwas kosten lassen wollen. Das ist OK. Jedem ist klar, daß man einen Euro nur einmal aufgeben kann. Wenn wir in unsere Gesundheitsinfrastruktur investieren, muß an anderer Stelle gespart werden. Wenn aber seitens führender Kreispolitiker Ultimaten gestellt werden, hört der Spaß auf. „Entweder Sie dummes Stimmvieh stimmen so ab wie ich es will, oder wir kaufen aus Trotz kein neues Feuerwehrauto und lassen ihr Haus im Zweifel abbrennen, das haben Sie dann davon“. Das geht gar nicht! Diesem Verhalten haben die Menschen im unserem Kreis eine Ohrfeige erteilt.

Mich beschleicht ohnehin seit einigen Jahren das Gefühl, daß wir in Neu-Ulm langsam DDR-ähnliche Verhältnisse haben. Es herrscht eine häufige Einmütigkeit der Beschlüsse unter der Führung einer alleinseeligmachenden Staatspartei, welche alle Schlüsselpositionen besetzt hält und die Kritik als persönliche Beleidigung betrachtet und ahndet. Das kommt bekannt vor. Das wollen wir nie wieder haben.

Die Zeit ist reif für Veränderung in Neu-Ulm, die Piraten sind ein Teil davon.

Ich bin aufgewühlt

Meine Partei hat in Berlin zurecht auf die Fresse bekommen und ich frage mich ob die Beteiligten die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

Der Wähler hat in diesen Zeiten keine Lust mehr aus die nerdige Spaßpartei, die nichts ernst nimmt. Die Zeit in der „seelenlose Stahlbolzen“ kandidieren sollte nun beendet sein und es sollte nun der Letzte kapiert haben, daß man Aufstellungsversammlungen ernst nehmen sollte. Diese Wurschtigkeit hat 2011 erst einen Lauer, Delius und andere Gestalten ins Parlament gespült, die dort nichts zu suchen haben weil ihnen zentrale notwendige Eigenschaften für diesen Job fehlen. Wie die Wahlliste 2016 zeigt war der Lerneffekt auch nur eingeschränkt.

Wer Bürgerschrecks aufstellt, verschreckt den Bürger.

Man erwartet von uns eine zukunftsfähige Vision für die digitale Gesellschaft, wie es in diesem Land, aber auch in unseren Kommunen weitergehen soll. Wir stehen als aktuell einzige Partei für den bedingungslosen Schutz der Bürgerrechte, Mitbestimmung und Teilhabe. Wir decken Sauereien der Machthaber auf und verhindern spätrömische Auswüchse der regierenden Kaste. Wir stehen für eine Drogenpolitik mit Verstand auf der Basis der Wissenschaft statt auf Basis von Ideologie. Genau das wird von uns Piraten erwartet. Diese Erwartungen haben wir in der öffentlichen Wahrnehmung enttäuscht. Das ist zur Kenntnis zu nehmen statt es zu negieren und draus zu lernen unsere Erfolge und Themen besser zu verkaufen.

Die Party ist endgültig vorbei. Mandatare und Kandidaten die ernsthaft fordern, daß man Tiere heiraten kann (Bundestagswahl 2013) sollten genauso der Vergangenheit angehören wie Stimmrecht ab 0 Jahren und das Einführen des Gender*ixe. Dafür werden uns 99,9% der Menschen weder ernst nehmen, wählen oder auch nur bei uns mitmachen wollen. Die Zeit der sympatischen Chaostruppe liegt hinter uns. Wir werden nicht mehr als sympathisch empfunden, sondern höchstens noch als Chaostruppe oder Linksaußenpartei mit Internetanschluß. Das sind wir beides nicht, aber werden so wahr genommen. Zwischen lebendiger Diskussionskultur und zerstrittenem Sauhaufen passt in der Wahrnehmung oft nicht mal ein Blatt. Ich bin stolz drauf einer Partei anzugehören, bei der nur wichtig ist was Du willst und was Du machst und nicht welche Herkunft, Geschlecht, Vorleben, Glauben oder Familienstand. Diese zentralen Werte werde ich bis aufs Blut verteidigen. Diese Werte haben wir allen anderen etablierten Parteien voraus.

So richtig habe ich heute den heiligen Zorn bekommen als die Nachricht vom SPD-Konvent kam.

Nicht zuletzt versetzt die SPD den wahren Sozialdemokraten einen Tritt in die Eier, in dem sie dem Wunsch des großen Babo entsprechen und dem Freihandelsabkommen CETA zustimmen. Jene Sozis, die vor wenigen Tagen noch mit uns gegen diesen Wahnsinn demonstriert haben. Tritt auch nur einer von denen rückgratlosen Speichelleckern aus der SPD aus? Da kannst Du aber lang warten. Das sind Menschen, die jedem daher gelaufenen Aggressor den Schlüssel und Pin-Code unseres Heimatlandes geben würden, unter der Maßgabe er ihm nicht weh tut. Beim einen oder anderen reicht es auch schon 30 Silberlinge auf ein Schweizer Konto zu überweisen.

Die SPD hat dem kleinen Mann und den wahrend Sozialdemokraten in den vergangenen Jahren so viel Unzumutbares angetan, daß es für mich völlig rätselhaft ist, wie die überhaupt noch auf 20% und eine halbe Million Mitglieder kommen können. In Österreich, Griechenland oder Italien hätte die schon dreimal zerrissen. Das fängt bei den Hartz-Gesetzen, irren Bildungsreformen und der Abschaffung von Steuervorteilen für kleine Einkommen an, geht über die Pendlerpauschale, Kündigungsgesetze, Vorratsdatenspeicherung, Weitergabe unsere Daten an fremde Staaten weiter um dann jetzt bei CETA, TTIP, und der Novelle der Urheberrechtsgesetze zu enden. Es finden sich seit 1998 weit über 50 (es sind fast 100) SPD-Projekte die sich ausschließlich gegen den deutschen Normalbürger richten und im Gegenzug oft Banken, Industrie und Ausland bevorzugen. Soweit die angebliche Vertretung der „kleinen Leute“. Die haben immer noch 20%! Ich fass das nicht.

Dann wundern sich Politiker, wie die AfD von Erfolg zu Erfolg eilt? Deren Programm mag reaktionär bis ins Mark sein und die Mitglieder…ohwe…., aber die stehen wenigstens dazu und fallen nicht im Sekundentakt um. In der Zwischenzeit versucht die Kanzlerin seit Jahren nichts zu tun und auch möglichst nicht zu sagen wenn sie redet. Deswegen jagen die Wähler sie im kommenden Jahr auch mit Schimpf und Schande aus dem Amt.

Nach dem Bundesparteitag

Mal wieder ist ein Bundesparteitag zu Ende und es wurde ein neues Verwaltungspersonal gewählt. Nichts Besonderes, dies ist in der über zehnjährigen Piratengeschichte der 11. Bundesvorstand. Er ist derjenige Bundesvorstand, der die Partei durch fünf harte Landtagswahlen und eine superschwere Bundestagswahl führen muß. Da wir Danke Piraten keine bezahlten Parteibonzen haben bedarf es fähigen Personals mit Hang zur Selbstausbeutung, die auf dem Boden des Parteiprogramms stehen, dazu sollten diese Menschen auch bereit sein, sich von allen möglichen Trollen, den Medien und den diversem Extremistengesockse in dieser Republik mit Dreck bewerfen zu lassen und dabei immer noch nett in die Kamera zu grinsen ohne bleibende psychische Schäden zu entwickeln.

Bei und 10.000 Aktiven wird ist es ganz schön schwer noch genug Menschen zu finden auf die dieses Profil zutrifft. Wir hatten auf dem vergangenen Parteitag sogar noch personelle und inhaltliche Auswahl. Der Bundesparteitag hat entschieden zur Hälfte auf bewährtes Personal zu setzen und zur anderen Hälfte auf neue Gesichter. Menschen die für eine sehr progressive Ausrichtung stehen, zu progressiv für mich. Ich hoffe der neue Bundesvorstand schafft es die Bevölkerung und nicht-so-progressiven Piraten mit zu nehmen und zu begeistern. Das ist dringend nötig, sonst wird das Jahr 2017 nicht erfolgreich gestaltet werden können. Ich lehne mich mal zurück, bleibe offen und wach. Meine Hand ist trotz Bauchgrimmen ausgestreckt. In Zeiten in denen #Erdowahn-Agenten in Deutschland aktiv, Innenminister von alten Stasizeiten träumen, Justizminister diese Träume bereits aktiv umsetzen, Autokratenfreunde in Machtpositionen kommen, Vorratsdatenspeicherung das Recht auf Selbstbestimmung aushöhlen und der Datenschutz von Konzernen und der aktuellen Regierung geschleift wird sind wir Piraten leider nötiger als je zuvor. Außer uns kümmert sich ja keiner, am allerwenigsten die sogenannte „AfD“. Ich warte immer noch drauf, daß rauskommt wer die eigentlich finanziert. Im Rechenschaftsbericht steht es jedenfalls nicht.

Wir haben eine Regierung, welche die Demokratie in Trippelschritten nach und nach dem türkisch-russischen Vorbild annähert statt den Terroristen und Autokraten durch mehr Freiheit und Demokratie ins Gesicht zu treten. Wir stecken immer noch Kranke in den Knast statt Ihnen zu helfen, wir geben traumatisierten Menschen Medikamente auf Rezept welche sie durchdrehen lassen, statt effektiv zu helfen. Wir bauen überall Überwachung auf, aber wenn mal was passiert – upsi…Pech für uns, dann muß eben noch mehr Freiheit abgeschafft werden. Schon Goebbels sagte „Wer nichts zu verbergen hat, muß auch nichts befürchten“. Ob man was zu verbergen hat entscheiden dummerweise Andere… Dafür darf man in diesem Lande ungestraft seine Biografie fälschen und bekommt Übergangsgeld. Man darf das Mantra „Wir schaffen das“ verbreiten ohne über ein Jahr später auch nur ansatzweise einen Plan zu haben wie überhaupt. Wir Piraten behaupten nicht für alles und jedes eine Lösung zu haben, aber das hat ja nicht mal die 83%-der-Parlamentssitze-Regierung. Wir zeigen immerhin alternative Lösungsansätze auf und stecken den Stock in die Speichen wenn es unsere „ersten Beamten des Staates“ mal wieder zu toll treiben.

Manchen ist aufgefallen, daß im neuen Bundesvorstand nur noch Männer vertreten sind und mokieren sich darüber. Ich bin stolz darauf einer Partei anzugehören in der Herkunft (anders bei der CSU), Geschlecht ( z. B. bei SPD/Grüne/Linke) oder Glauben (CSU) keine Rolle spielen. Die bloße Tatsache eine Frau oder ein Mann zu sein qualifiziert einen zu NullkommaNix. Wer in einer Partei nur auf Grund seiner Herkunft oder seiner Geschlechtszugehörigkeit möglichst ohne Qualifikation oder Arbeit was werden will möge bitte woanders hingehen. Die Piraten haben sich in den vergangenen Jahren schmerzhaft von den meisten Trollen und Vollhonks getrennt, die der Meinung waren Gewalt wäre ein legitimes Mittel der politischen Auseinandersetzung und man könne Menschen aufgrund ihrer Gesinnung die Rechte absprechen. Profitipp: Diese Personen erkennt man daran, daß sie sich wenn es unangenehm wird schnell in die Opferrolle flüchten, aggressiv werden und keine Lust haben für ihren Lebensunterhalt einer geregelten Arbeit (Arbeit..iiih!) nachzugehen. Wenn man keinen Deppen mehr findet der einen zahlt, dann schreibt man ein Buch oder macht einen Spendenaufruf!

Wir haben jetzt auch wieder eine Jugendorganisation, die sich auf neue Mitglieder freut. Zwar wählten diese gleich mal jemand der in der Vergangenheit mit unappetitlichen Vergleichen unangenehm aufgefallen ist in den Vorstand, andererseits gehören ihr mit zum Beispiel Corinna Bernauer auch Talente an, die mich hoffen lassen.

Ich schraube meine Erwartungen gerne niedrig und lasse mich dann positiv überraschen und Nein, ich komme an keine Claudia-Schiffer-Autogramme ran.

Ich möchte mich auch bei den ausscheidendem Vorstandsmitgliedern ausdrücklich bedanken. Ihr habt gute Arbeit geleistet und ihr werdet mir an der Spitze fehlen.

Sonst: Was heißt „Comeback“? Wir waren nie weg.

SWU Telenet erhöht Internetgeschwindigkeit in Neu-Ulm und Ludwigsfeld

Neu-Ulm reiht sich in der Rangliste der bayerischen Städte mit schnellem Internetanschluß jetzt weit oben ein.

Die SWU Telenet erhöht für seine Breitbandkunden die maximal mögliche Surfgeschwindigkeit im Download auf 200 MBit/s und im Upload auf 10MBit/s für einen ungedrosselten Anschluß. Damit werden in Neu-Ulm sämtliche Wettbewerber in Preis und Leistung  deutlich auf die Plätze verwiesen.

Zu den neuen Tarifen

Leider verabsäumen es die Kommunen weiterhin, die Telenet mit den notwendigen Mitteln für einen Ausbau in der Fläche auszustatten. Das Netz der SWU Telenet ist in weiten Teilen Neu-Ulms ein einziger Flickenteppich, ob man einen Telenetanschluß haben kann oder nicht ist reine Glückssache, auch für Firmenkunden.

Es ist erschreckend und bestürzend, daß die Stadtverwaltung am Ende des Jahres 2016 noch immer nicht die Wettbewerbsbedeutung von schnellem Internet erkannt hat. Herr Oberbürgermeister Noerenberg hat auf der Bürgerversammlung in Ludwigsfeld erst wieder betont, daß die Breitbandversorgung keine Aufgabe der Stadt, sondern der Telekomprovider sei. Exakt so eine Denkweise prangern wir Piraten an.

Im 21. Jahrhundert ist die Breitbandversorgung für die Entwicklung einer Kommune fast ebenso wichtig wie der ÖPNV, die Müllabfuhr, Wasser und Strom.

Wir Piraten fordern, der SWU Telenet umgehend den flächendeckende Ausbau ihres Netzes und die fortlaufende Modernisierung ihrer Infrastruktur zu ermöglichen.

 

 

Der Feind an meinem Bett – das Internet der Dinge

von Diplom Ingenieur (FH) Hans-Joachim Betz 

Folgt man der Darstellung der schönen neuen Welt in den Medien, so ist es ganz selbstverständlich, dass Gebäudeautomatisierung Einzug in unsere Wohnungen hält. Wir können dann vom Urlaubsort aus zuhause die Heizung einstellen, die Jalousien rauf und runter fahren, die Temperatur am Kühlschrank überprüfen und nahezu beliebige Funktionen in unserem Haus steuern. Dazu gehört auch die Lichtsteuerung, die von Phillips unter dem Namen HUE vertrieben wird.

Bei allen diesen Systemen werden wesentliche Teile der Funktionalität über Software abgebildet.

Untersuchungen zeigen nun, dass z.B. das Lichtsteuersystem von Phillips von außen manipuliert werden kann. Schlimmer noch, durch geeignete Maßnahmen kann sich auch Schadsoftware auf den entsprechenden Systemen ausbreiten.

http://www.heise.de/security/meldung/Hacker-Spass-mit-Hue-Leuchten-3289481.html

Diese Systeme werden i.d.R. über Gateways oder Bridges mit dem Internet verbunden. Da manche dieser Systeme auch über eine Sprachsteuerung verfügen, könnten diese entsprechenden Systeme bei böswilliger Programmierung zum Abhören in beliebigen Räumen eingesetzt werden, solange diese mit entsprechend intelligenten Glühbirnen ausgestattet sind. Das ist dann praktisch genauso, wie die Funktionalität mancher moderner internettauglicher Fernseher, die für entsprechende Kommunikationsdienste mit eingebauten Videokameras versehen sind, die sich bei einigen Modellen nicht dauerhaft abschalten lassen. Wenn Sie also zu den Leuten gehören, die ein entsprechendes Fernsehgerät in Ihrem Schlafzimmer stehen haben, gewähren Sie u.U. sehr intime Einblicke in Ihr Privatleben.

http://www.t-online.de/digital/fernsehen-heimkino/id_64821440/smart-tv-samsung-fernseher-sind-anfaellig-fuer-hacker-angriffe.html

Dabei ist das Problem nicht nur, dass diese Techniken gegen Sie verwendet werden können; das Problem ist auch, dass diese Systeme, wie auch Computer, mit entsprechenden Software Updates versehen werden müssen. Bei Telefonen und Computern haben wir uns an die Meldung „Es ist ein Update verfügbar“ schon gewöhnt. Aber bei einer Vielzahl internetfähiger Geräte im Haushalt werden diese Update-Möglichkeiten nicht wahrgenommen. Nicht umsonst hat die Deutsche Telekom nun die Benutzer von entsprechenden Internetanschlüssen aufgefordert, entsprechende Updates einzuspielen.

Denken Sie daran, auch Glühbirnen, Fernsehgeräte, Rasenmäher und Bremskraftverstärker  upzudaten? Und selbst wenn Sie es tun – das Problem ist dabei: Werden entsprechende Updates von den Herstellern zur Verfügung gestellt? Vielleicht wurde der Hersteller ja zwischenzeitlich aufgekauft, ging insolvent oder unterstützt einfach das Produkt nicht mehr, das Sie updaten wollen. Zudem ist die Installation von Updates auch mit Risiken verbunden.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Automatisches-webOS-Update-legt-LG-Fernseher-lahm-2595872.html

Ein großer Elektrokonzern hat seine Fernsehsparte an einen Finanzinvestor verkauft. Dieser hat daraufhin beschlossen, bestimmte Funktionalitäten der Fernsehgeräte nicht mehr zu unterstützen. Die entsprechenden Funktionen wurden im Rahmen eines Software Updates in den Geräten abgeschaltet. Als Kunde hat man hier keine Möglichkeit, sich zu wehren. Entweder akzeptiert man eine veraltete Software, die u.U. mit erheblichen Sicherheitsrisiken behaftet ist, oder aber man riskiert, dass zusätzliche Features ein- oder abgeschaltet werden.

http://www.deutschlandfunk.de/smart-tv-nachtraegliche-aenderungen-und-abschaltungen.697.de.html?dram:article_id=346020

In vielen Fällen ist die Funktionalität der Geräte von der Bereitstellung zentralisierter Serverdienste abhängig, d.h. wenn Sie beispielsweise Smart Home von RWE einsetzen, ist dieses System nur so lange funktionsbereit, wie die zentralen Server zur Verfügung stehen. Bei einem Ausfall des Internets, Internetanschlusses oder der entsprechenden Server haben Sie mit entsprechenden Fehlfunktionen in Ihrem automatisierten Haus zu kämpfen. Dabei ist auch anzunehmen, dass  die Bereitstellung entsprechend zentralisierter Dienste irgendwann endet, weil der Hersteller oder Dienstleister die entsprechenden Produkte nicht mehr unterstützen will oder kann.

In diesem Fall können Sie die teuer beschaffte Hardware auf dem Wertstoffhof entsorgen.

Die sinkenen Ratten verlassen das Schiff

Seit einigen Jahren nimmt die große Mehrheit der Piraten in Deutschland erschrocken zur Kenntnis, wie sich Teile der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhauses und derSeit einigen Jahren nimmt die große Mehrheit der Piraten in Deutschland erschrocken zur Kenntnis, wie sich Teile der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhauses und der Piraten Sachsens immer weiter radikalisieren und sich von Prinzipien der Piraten, wie beispielsweise eines transparenten und basisdemokratischen Politikstils, immer weiter entfernen. Diese Gruppe nannte sich selbst “Die Progressiven”, wurde allerdings von aussenstehenden “Die Peergroup” genannnt. Die Mehrheit der Deutschen Piraten wollte den immer radikaler werdenden Linksdrall der “Peergroup” nicht mittragen…

Quelle und weiter zum Beitrag: Felix Kopinskis Blog