Fünf Minuten für die Demokratie

Hallo Klaus Rederer von Bündnis90/Die Grünen!

Am 06.04.17 schrieb Klaus Rederer, Vorstandsmitglied der Neu-Ulmer Bündnisgrünen und langjähriger Kommunalpolitiker diesen Kommentar auf unsere Facebookseite:

„Warum denn noch mal Piraten? Bündnis90/Die Grünen in Schwaben haben vor gut einer Woche den Arbeitskreis Digitalisierung/Neue Medien gegründet und werden sich der alten „Piratenthematik“ engagiert annehmen. Politisch passt doch sonst das Meiste auch. Ihr seid uns herzlich willkommen; mit unserer Organisation und Eurem Potential können wir ganz nett was erreichen :- ) Datenkrake Nein Danke!“
Diese Fragen möchte wir gerne transparent beantworten:
 
 Hallo Klaus!
Schön das ihr Euch vorgenommen habt Euch mit einem unserer Kernthemen beschäftigen. Finden wir gut. Wir haben auch kein Problem die teilweise jahrzehntelangen Erfahrungen unserer Mitglieder mit Euch zu teilen. Denn Teilen von Wissen finden wir gut, noch mehr, wenn es der Weiterentwicklung unserer piratigen Themen  dient. 
Allerdings kennen wir die  Versprechungen, sich der Piratenthematik „engagiert anzunehmen“ nur allzu gut. So aus dem Jahre 2011 als die Piraten den maximal  möglichen Zulauf einer jungen Partei hatten. Plötzlich hat sich überall ein digitaler  Arbeitskreis, ein Arbeitskreis Netzpolitik oder ähnliches gegründet.  Daraus geworden ist leider herzlich wenig. Baden-Württemberg ist das zweitrepressivste Bundesland in Bezug auf die  Drogenpolitik, liegt beim Breitbandausbau im Hinterfeld und ist im  Bereich OpenData und Informationsfreiheit weit hinter dem  Bundesdurchschnitt. 

In einem weiteren Punkt müssen wir Dir leider widersprechen:  Du bist der Meinung, dass „Politisch das Meiste auch passt“ Dies zeigt uns auf, dass wir noch gewaltig an unserer politischen Aussenwahrnehmung arbeiten müssen. Wir sind eine zutiefst liberale Partei im ur-klassischen Sinne, die erst in allerletzter Konsequenz in das persönliche Leben der Menschen eingreifen will und Verbote nur als ultima ratio sieht. Bei den Piraten ist es egal wer oder was Du bist und woher Du kommst; es zählt nur dass Du unsere Ideale teilst und was Du aktiv machst. Es gibt bei uns eine völlige Durchlässigkeit der Gestaltung. Jeder kann sich überall einbringen, kandidieren und auch mitbestimmen. Wir haben keine Delegierten. Nirgends. Wir stehen überall zu unserer Verantwortung und unseren Überzeugungen und ziehen Konsequenzen, wenn es mit unseren Überzeugungen nicht vereinbar ist. Wir machen Kompromisse aber keine Faulen und ein Wort wie „Sachzwänge“ verursacht uns Schmerzen. 

Auch in Bezug auf Quoten werden wir niemals zusammenkommen. Wir haben Anja und Rudolf frei, aufgrund ihrer Kompetenz aufgestellt. Auch das Spitzenteam für die Bundestagswahl wurde aufgrund ihrer überzeugenden Arbeit gewählt und nicht aufgrund von selbstauferlegten Vorschriften oder Zwängen, welche die tatsächliche Wahlfreiheit einschränken. 

Aber um konstruktiv etwas hier vor Ort zu bewegen: 
Sollten sich unsere örtlichen Grünen ehrlich dafür interessieren, den Breitbandausbau in der Region auf Erste-Welt-Niveau zu heben, stehen wir natürlich an Eurer Seite. Realistische Ideen und erprobte Pläne hierzu haben wir. So haben wir für die Flüchtlinge in Kellmünz zusammen mit anderen Bündnispartnern   wie dem Freifunkverein eine freie Internetverbindung realisiert. Unterstützt haben uns sogar Mitglieder der FDP, Freien Wähler und der  CSU. Leider haben ausgerechnet die Grünen nicht auf unseren Aufruf reagiert… 
Wir bieten auch aktiv Dorfladen-Initiativen unsere Unterstützung an. Mit Know-How und Verbindungen. Wir wollen eine lebenswerte Heimat, auch und gerade auf dem Land.  Was schnelles Internet mit einschliesst. Breitbandversorgung entscheidet  Denn wie kann das sein, daß im Landkreis Neu-Ulm fast alles eine No-Go-Area für Heimarbeitsplätze ist? z.B. können Ulmer google-Mitarbeiter fast nur auf der Ulmer Seite der Donau wohnen oder müssen pendeln. Womit mir auch schon beim nächsten gemeinsamen Thema wären:  Wie wäre es mit einem gemeinsamen Nahverkehrskonzept? Wir sind uns doch  einig, daß die Lösungen der 30er und 70er Jahre auch besser im  vergangenen Jahrtausend bleiben sollten. Wir sind uns sicher: Gute Ideen setzen sich im Laufe der Zeit immer durch, auch an Donau und Iller.
Zum Thema „Gute Ideen“. Aktuell ist es immer noch so, dass  Gründer in einem Wust der Bürokratie und Verwaltung stecken bleiben und  Geschäftsideen nur mit guten Anwälten, viel Kapital und noch mehr Zeit  durchzusetzen sind. Es stehen zahlreiche Flächen leer. Lasst uns doch daraus gemeinsam eine Oase für Gründer und Kulturschaffende entwickeln. So wie es das Wiley einmal war. Was ist in Euch gefahren so etwas tolles einfach sterben zu lassen? Lasst es uns gemeinsam wieder beleben! 
Wir verlangen nur, für unser Engagement dann auch ehrlich genannt zu werden.
Wir  Piraten sind nun mal keine Online-Grünen. Wir Piraten sind und bleiben die Piraten. Liberal, sozial und vorwärts gewandt.
Inhaltlich stört uns unter anderem:
Während wir Piraten uns für eine Willkommenskultur und gegen Abschiebungen in Kriegsgebiete stark machen, schiebt die Landesregierung in Baden-Württemberg in das sichere Herkunftsland „Afghanistan“ ab. Das Alkoholverbot in BW ab 22 Uhr gilt weiterhin. In NRW haben die Grünen gegen ihr eigenes Parteiprogramm zum Thema Cannabis gestimmt, welches wir Piraten zur Abstimmung gestellt hatten. Mit den Grünen wird die Braunkohle bis 2037 abgebaut. Die Rodung des Hambacherforst geschieht mit Grünen in der Regierung.während sich früher Grüne Aktivisten an Bäume gekettet haben. Die Grünen positionieren sich stark autoritär in strittigen Gebieten (Gender, freie Rede, „Hatespeech“, ) und etablieren Stück für Stück weitere Einschränkungen in den eigentlich hochliberal vorgesehenen grundgesetzlich verbrieften Rechten und Freiheiten
Thematische Zusammenarbeit: Sehr sehr gerne. Uns in eine Form pressen lassen: Niemals.
Euren Heiratsantrag müssen wir also ablehnen. Für einen One-Point-Stand wären wir aber zu haben. *zuzwinker*
Bei der Piratenpartei bekommt man das was draufsteht. Immer. Mit aller Konsequenz.
Wenn ihr damit leben könnt, stehen Euch unsere Türen sperrangelweit offen.
Fühlt Euch eingeladen und willkommen!

Je suis Charlie, aussi!

Heute erschien in Deutschland die erste Ausgabe der Charlie Hebdo in deutsch.

Finde ich gut, mehr Vielfalt und ein unangepassetes Magazin mit loser Klappe tut Deutschland immer gut.

Wie gut, konnte ich heute beim Kauf sehen. Erst der Dritte Bahnhof-Zeitungsdealer wollte mir eine verkaufen. Der erste Händler stellte sich doof, der Zweite hatte sie angeblich „noch nicht da“, sie käme erst im Laufe des Tages aus der Zentrale. Soso. Muß wohl erst freigegeben werden. Der Dritte Zeitungshändler hatte sie dann gut versteckt vor den Augen der Kunden dann da und sie mir auf Nachfrage verkauft.
Der gleiche Zeitungsladen hatte linke, rechte und religiös-radikale Propagandablätten in reichlicher Auswahl in der offenen Auslage.

wp-1480575732884.jpg Dieses Verhalten wirkte etwas merkwürdig auf mich. Ich möchte an dieser Stelle nicht spekulieren (Ich habe das bei Twitter schon getan).

Die Zeitschrift kommt in Zeitungsdruck als Tabloidformat (Halbnordisches Format, für die Fachleute) für satte 4€ in einer Erstauflage von 200k.Sie umfasst 16 Seiten mit teilweise boulevardesquem Satz. Es gibt also viele großformatige Grafiken, keine Fotos und große Überschriften.

Der einzige Grund warum sich dafür 4€ rechtfertigen ist die völlige Abwesenheit von Werbung. Das ist für ein Satiremagazin in Deutschland meines Wissens einzigartig und sehr löblich.

Inhaltlich orientiert sich das Magazin sehr am französioschen Original, weniger was die Themen angebht, mehr am Stil. Man merkt einigen Texten durchaus an, daß die ursprünglich wohl nicht in deutsch verfasst wurden. Das sorgt aber für eine besondere Note und dürfte die frankophilen Leser ansprechen. Neben Satireartikeln und durchaus weitererzählenswerten Witzen finden sich auch investigative Themen wieder. Neben Atommüll in Frankreich „Wie uns die Atomlobby sauteuer zu stehen kommt“ geht es auch im Cyronik „Gott im Eisfach“ und in einem Artikel über die gesundheitlichen Spätfolgen des Anschlags auf die Zeitung „Wem die Stunde schlägt“. Das große Interview ist mit dem konservativen Bürgermeister der schwedischen Radidal-Öko-Gemeinde Växjö. Auch da kommt die Satire nur sehr subtil, das Interview ist sehr gut gemacht.

Da sitzen Menschen, die ihren Job verstehen. Ganz ohne Zweifel. Mit „Titanic“ und „Eulenspiegel“ ist „Charlie Hebdo“ nur eingeschränkt vergleichbar. Eigentlich dürften die Leser nur ihre Bildung und offene Geisteshaltung gemein haben. Ohne zuviel zu verraten, rate ich mal ein Exemplar zu erwerben und sich drauf einzulassen. Ob die Zielgruppe mittelfristig für einen kostendeckenden Betrieb ausreicht wird man sehen müssen. Ganz ohne Nachjustierungen sehe ich das nicht so.

Wenn das Magazin es schafft zur aktuellen, satirischen Stimme der Freiheit zu werden, dann hat sie eine Chance. Ich werde sie ihr geben.

 

 

Weil das Ergebnis der Bundestagswahl noch nicht feststeht

Til hamingju, Piratar!

Wehret den Anfängen!

Donaubad Wonnemar: Geplanter Übergang statt Kurzschlußreaktion

Die Ulmer SPD möchte den Pachtvertrag zwischen den Kommunen und den aktuellen Pächtern fristlos kündigen. Zuviel Vorfälle, aktuell der Streit um die Öffnungszeiten. Der aktuelle Betreiber Interspa dürfte mit der Situation auch unzufrieden sein.

Mit dem Ende der früheren Zusammenarbeit, (Stichwort:Stichler) wurde Besserung versprochen. Wenn man „Besserung“ definiert wird mit „nicht ganz so übel wie vorher“ dann hat das auch geklappt. Tatsächlich hat man statt einem großen Wurf eine Billiglösung gefunden. Statt einer Sanierung auf den aktuellen Stand des Bad-Business gab es eine Sparsanierung von allem was sich nicht mehr vermeiden lies.

Nach der langen und angeblich großzügigen Sanierung sah man immer noch verrostete Schlösser, fehlende Kacheln und der Thermal-Wellness-Bereich war zum lauten lauwarmen Babybad mutiert. Das reicht im Wettbewerb um mit dem „Bad Blau“ sowie dem „Nautilla“ gerade noch mithalten zu können.
Um auswärtige Besucher in die Stadt ziehen, Übernachtungen zu generieren oder für eine Belebung des lokalen Handels zu sorgen reicht es nicht. Beweis: Schauen Sie mal die Nummernschilder auf dem Parkplatz an. Das war früher mal ganz anders.

Drei Auswege stellen sich mir dar.
1. Das Drama ein für allemal beenden und das Eurograb zu schließen.
2. Das Bad als Billigbad zu positionieren und sich auf Freibadbetrieb mit Schwimmhalle sowie Schulen und Vereine zu konzentrieren.
3. Geld in die Hand nehmen und es richtig machen.

Wie sowas geht zeigt uns die Wund-Gruppe mehrfach in Deutschland, auch in finanziell vergleichbaren Umgebungen und in ihrem Vorzeigebetrieb sogar OHNE EINEN CENT ZUSCHUSS!

Hier mal drei Links zum genießen:
Seite des Vorzeigebades
Artikel der Heimatzeitung
Artikel der Süddeutschen

Meine bevorzugte Lösung ist „Gscheit oder garnet!“. Man sieht ja jetzt: „Wer spart zahlt doppelt“. Immerhin gäbe es kein vergleichbares Angebot. In Baden-Württemberg, Bayern, Tirol, Vorarlberg und der Ostschweiz müsste sich das Bad nur mit Erding und Wörishofen messen lassen. Das ist schaffbar. Es wäre sogar möglich Stuttgarter, Augsburger und die ganze Ostalb bis Franken anzuziehen.

Was ich rundweg ablehne sind Kurzschlußhandlungen auf Kosten der Bürger. Ein Konzept, ein Budget und das dafür notwendige Personal müssen erst mal her. Das geht nicht von jetzt auf heute. Ich gebe aber zu: Als Forderung im Rat macht es sich gut.

Gut gemeint ist aber das genaue Gegenteil von gut gemacht!

Sommerfest der Piraten

Auch in diesem Jahr lädt der Kreisverband Neu-Ulm zu seinem traditionellen Sommerfest ein.

Wann: Samstag 30. Juli ab 17 Uhr

Wo: Bellenberg, Bahnhofstraße 18

Was: Grillen, Genießen, Diskutieren, Feiern.

Wie: Mitfahrgelegenheiten ab Neu-Ulm und Senden sind vorhanden. Bitte an den KV Neu-Ulm wenden.

Wer: Jeder ist willkommen. Was mitbringen erwünscht.

Warum: Damit man sich mal wieder in Echt sieht und zum Beleg piratiger Feierkompetenz.

Womit: Pulled Pork aus dem Smoker, hausgemachter Grillsauce, Craftbeer, selbstgebackene Semmeln und viele Salate.

Wir freuen uns Sie dort zu sehen.

Die sinkenen Ratten verlassen das Schiff

Seit einigen Jahren nimmt die große Mehrheit der Piraten in Deutschland erschrocken zur Kenntnis, wie sich Teile der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhauses und derSeit einigen Jahren nimmt die große Mehrheit der Piraten in Deutschland erschrocken zur Kenntnis, wie sich Teile der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhauses und der Piraten Sachsens immer weiter radikalisieren und sich von Prinzipien der Piraten, wie beispielsweise eines transparenten und basisdemokratischen Politikstils, immer weiter entfernen. Diese Gruppe nannte sich selbst “Die Progressiven”, wurde allerdings von aussenstehenden “Die Peergroup” genannnt. Die Mehrheit der Deutschen Piraten wollte den immer radikaler werdenden Linksdrall der “Peergroup” nicht mittragen…

Quelle und weiter zum Beitrag: Felix Kopinskis Blog

Information für Christ- und Sozialdemokratenwähler