Bürgerentscheid: Ein Sieg der Bürger

Die Bürger haben gesprochen und sie haben sich für den Erhalt der Geburtshilfestation in Illertissen ausgesprochen.
Die Analyse des Wahlergebnisses offenbart uns aber noch mehr Wählerwillen, der mich für die Zukunft des Landkreises optimistisch stimmt.

Die Bürger haben der Politik deutlich ins Stammbuch geschrieben, daß sie eine ortsnahe stationäre Versorgung wünschen und keine zentrale Klinik am Rande des Landkreises. Sie haben auch deutlich gemacht, daß sie Kreise und Städte für das Funktionieren des Systems in die Pflicht nehmen. Heimlichen Privatisierungsgelüsten der neoliberalen Kreispolitiker wurde ein deutlicher Warnschuß verpasst.

Es ist für mich eindeutig herauszulesen, daß die Neu-Ulmer sich den Service auch etwas kosten lassen wollen. Das ist OK. Jedem ist klar, daß man einen Euro nur einmal aufgeben kann. Wenn wir in unsere Gesundheitsinfrastruktur investieren, muß an anderer Stelle gespart werden. Wenn aber seitens führender Kreispolitiker Ultimaten gestellt werden, hört der Spaß auf. „Entweder Sie dummes Stimmvieh stimmen so ab wie ich es will, oder wir kaufen aus Trotz kein neues Feuerwehrauto und lassen ihr Haus im Zweifel abbrennen, das haben Sie dann davon“. Das geht gar nicht! Diesem Verhalten haben die Menschen im unserem Kreis eine Ohrfeige erteilt.

Mich beschleicht ohnehin seit einigen Jahren das Gefühl, daß wir in Neu-Ulm langsam DDR-ähnliche Verhältnisse haben. Es herrscht eine häufige Einmütigkeit der Beschlüsse unter der Führung einer alleinseeligmachenden Staatspartei, welche alle Schlüsselpositionen besetzt hält und die Kritik als persönliche Beleidigung betrachtet und ahndet. Das kommt bekannt vor. Das wollen wir nie wieder haben.

Die Zeit ist reif für Veränderung in Neu-Ulm, die Piraten sind ein Teil davon.

Was denkst du?