Bitte lasst den Saalbau stehen

Neu-Ulm hat bitter für den 2. Weltkrieg bezahlt. Die Stadt war ein Schutthaufen. Mit vielen Mühen und zu Beginn mit bloßer Hand haben die Neu-Ulmer meine Heimat wieder aufgebaut. Leider erwiesen sich dabei nicht alle Bauherren als geschmackssicher. Daran hat sich leider bis heute nichts geändert. Umso mehr sollten wir auf unsere wenigen Perlen aufpassen. Der Saalbau in Pfuhl gehört dazu.

Der Bauherr dort will völlig zu recht sein Investment refinanzieren. Moderne Renovierungsvorschriften erschweren das und machen einen Abriss wirtschaftlicher. Was dann danach entsteht ist besser für die Umwelt, auf neuestem Stand der Technik. Leider werden es meine Enkel vermutlich als typisch-häßliche Bausünde der 10er Jahre bezeichnen.

Ich bin dafür, daß sich die Verwaltung und die Politik für einen wirtschaftlich vertretbaren Erhalt des Saalbaus einsetzen. Den werden auch meine Enkel nicht als Bausünde bezeichnen – eher werden sie ihn im Unterricht in Heimatkunde durchnehmen. Das allein wäre es mir schon wert.

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