Alkoholfrei, Nikotinfrei – Wahrheitsfrei!

Wir alle wissen Alkohol und Nikotin machen süchtig, sind giftig und können einen umbringen.

Die beste Variante ist – nicht konsumieren.

Ausgerechnet das Dritte Reich brachte die ersten Einschränkungen der Neuzeit und eine neue Tabakverordnung. Wie meist, ist alles Definitionssache. Wenn man etwas nikotinhaltiges kosten- und aufwandslos nikotinfrei haben möchte, muß man einfach „Nikotinfrei“ anders definieren.

Für Führers Fachleute war alles unter 0,3mg pro Konsumeinheit „nikotinfrei“ und unter 0,8mg „nikotinarm“.

Diese Regelung galt bis in die 80er. Marlboro red, eine Marke die sich heute nur knapp an der gesetzlich erlaubten Höchstgrenze entlang hangelt war laut Definition -„Im Rauch nikotinarm“. Schnell kamen „nikotinfreie“ Zigaretten auf den Markt. Auslese de Luxe, SL, Reemtsma No.1 (heute R1) kennt der eine oder andere Raucher. Natürlich sind diese Zigaretten genau so schädlich und suchterzeugend wie jede andere Zigarette auch. Eher sogar mehr, denn damals warfen sich ausgerechnet Jugendliche und Frauen auf die neuen Marken. Auch meine Wenigkeit ist nach ca. 219.000 Auslese, R1, Krone und Cabinet light klüger geworden. Fast wäre es zu spät gewesen…..

Als der Gesetzgeber eingriff, lagen bereits die ersten Niktionfreiraucher auf dem Friedhof.

Es war übrigens eine SPD/FDP-Koalition, die das Spiel laufen lies und eine CDU-CSU-FDP-Koalition, die es beendete.

Aber nur bei Zigaretten!

Unter Schwarz-Gelb ging das Spiel von Neuem los. Mit Alkohol.

Seit Jahrzehnten warfen die Brauereien immer mal wieder Getränke auf den Markt, die Kinder an den Geschmack gewöhnen sollten. Vitamalz und Karamalz, um nur zwei zu nennen waren damals fester Bestandteil der Werbung in meinen Comics. Es war in den 80ern, als die Binding-Brauerei das erste alkoholfreie Bier herausbrachte, daß einem normalen Bier sehr ähnlich kam.

Clausthaler – Alles war ein Bier braucht.

Ja, auch Alkohol.

Je nach Land gilt in der EU alles unter 0,5-1,7 Volumenprozent als alkoholfrei. Als sich das rumsprach war es für die ersten Alkoholiker und Kranken (Ich sag nur Medikamente….Wechselwirklung…) schon zu spät. Die Grenze wurde festgelegt, da Alkohol auch oft als Konservierungsmittel (JA! Auch in ausgesprochenen Kinderlebensmitteln!) Anwendung findet. Eine Milchschnitte (in den 80er und 90ern zeitweise mit schmeckbar viel Alkohol) auf der steht: Der Bundesgesundheitsminister warnt….. verkauft sich sicher nicht mehr sooo gut.

Unter anderem Warsteiner und Beck´s brachten in den vergangenen Jahren 0,0%-Biere heraus. Übrigens mit Segen der islamischen Religionswächter. Damit soll nämlich die nächste Zielgruppe erschlossen werden.

Foodwatch ist die erste mit bekannte Organisation, die überhaupt gegen diesen Etikettenschwindel aktiv vorgeht.

Meine Meinung:

Nur wo kein Alk drin ist darf das auch so draufstehen.

Ich unterstütze daher die Unterschriftenaktion von Foodwatch und würde mich freuen, wenn Sie sich mit einem Klick mir anschließen würden.

Was denkst du?